SP-Laschan: Späte FPÖ-Einsicht, dass es keine "Stadt ohne Ausländer" gibt

Freiheitliche im 15. Bezirk befürworten Wiener Positionen der SPÖ

Wien (OTS/SPW-K) - "Man soll Menschen nicht daran hindern, klüger zu werden", kommentiert SP-Gemeinderätin Claudia Laschan die gestrige Sitzung des Integrationsausschusses im 15. Bezirk. Die von Bürgermeister und SPÖ-Landesparteichef Michael Häupl präsentierten Wiener Positionen zum Zusammenleben wurden dort nämlich von den blauen Bezirksräten als Antrag eingebracht. "Es wäre ein Silberstreif am Horizont, wenn in der Stadt-FPÖ endlich die Radikalität der Konstruktivität weichen würde", so Laschan.

Mit ihrem Antrag erkennen die FPÖ-Bezirksräte die sozialdemokratische Vorreiterrolle im Bereich des Zusammenlebens und der Integrationspolitik an. Damit bekennt sich die FPÖ auf Bezirksebene dazu, dass es keine "Stadt ohne Ausländer" im 21. Jahrhundert gibt, dass Vielfalt auch in Wien Realität ist und alles, was die Stadt und unsere Gesellschaft bereichert, willkommen ist. Noch im Zuge der Arbeitsmarktöffnung agitierte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gegen "Arbeitnehmer aus dem Osten" und "Massenzuwanderung". "Seine Bezirksräte sagen ihm mit diesem Antrag, wo Fachkräfte fehlen, ist Zuwanderung nötig", betont Laschan.

Besonders erfreut ist die SP-Gemeinderätin aus dem 15. Bezirk darüber, dass sich die Freiheitlichen in Rudolfsheim-Fünfhaus auch dazu bekennen, dass sich in der Politik Zuwanderinnen und Zuwanderer engagieren und sichtbar Verantwortung für die Gestaltung des gemeinsamen Lebensumfeldes übernehmen sollen. "Dass auch Mitbürgerinnen und Mitbürger aus dem Ausland und ihren Kindern soziale Sicherheit, Aufstiegschancen und ein besseres Leben ermöglicht werden soll, wird die rechten Recken im blauen Rathausklub wohl verwundern. Das wurde aber ebenfalls von der Bezirks-FPÖ anerkannt", unterstreicht Laschan.

Für "Kreuzritter" Strache und seinem "Daham statt Islam"-Generalsekretär Kickl bedeutet dies, dass sie mit den Blauen im 15. Bezirk nicht mehr rechnen können. "Die hat nun endlich die Einsicht ereilt, dass Religionen und Weltanschauungen in Wien frei ausgeübt werden können, da dies ein Menschenrecht ist", so die Gemeinderätin abschließend.

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