- 26.01.2012, 15:13:52
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Frauenpensionsalter: Online-Petition gegen vorzeitige Anhebung
PRO-GE Frauen: Klares Nein zu ÖVP-Plänen - Bereits 4.000 Unterschriften bei Online-Petition
Wien (OTS/PRO-GE/ÖGB) - "Worauf sollen die Menschen noch
vertrauen, wenn die Politik sich nicht an Vereinbarungen hält", ist
Renate Anderl, Bundesfrauenvorsitzende der PRO-GE, über den
neuerlichen Vorstoß der ÖVP-Teilorganisationen zu einer rascheren
Anhebung des Frauenpensionsalters verärgert. "Dass die Pläne der
ÖVP-Teilorganisationen auf breite Ablehnung stoßen, zeigen die 4.000
Unterstützungserklärungen unserer Online-Petition gegen die
vorzeitige Anhebung des Frauenpensionsalters", so Anderl und ist
entrüstet: "Es ist unzumutbar, einer heute 59-jährigen Frau
mitzuteilen, dass sie zwar noch in vielen Bereichen diskriminiert
wird, sie aber nun doch nicht nächstes Jahr in Pension gehen
kann."++++
Auch das Argument, dass längeres Arbeiten eine höhere Pension mit
sich bringt, kann Anderl nicht nachvollziehen. Denn längeres Arbeiten
bedeute für viele Frauen auch einen längeren Durchrechnungszeitraum
und dadurch auch die Einberechnung der einkommensschwächeren Jahre
bzw. die der Kindererziehung. "Es stellt sich also die Frage, ob
Frauen dafür nun auch noch mit höheren Abschlägen bestraft werden
sollen", ist Anderl entrüstet.
"Das ungleiche Pensionsalter ist kein Privileg sondern ein Ausgleich
für bestehende Diskriminierungen, daher besteht keine Veranlassung
etwas daran zu ändern", verweist Anderl auf das im Jahr 1992
vereinbarte Gleichbehandlungspaket. "Bereits damals haben die Frauen
einer Angleichung ab dem Jahr 2024 zugestimmt, im Vertrauen, dass bis
dahin auch Gleichstellung beim Entgelt, bei Weiterbildung und
Aufstieg erreicht werden kann", erinnert Anderl die
ÖVP-PolitikerInnen.
Die Online-Petition der PRO-GE-Frauen, welche an die Bundesregierung
versendet wird läuft seit 22. Dezember 2011 und kann auch weiterhin
unter www.proge-frauen.at unterzeichnet werden. "Damit geben wir den
Menschen eine Möglichkeit, ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen und
dieses wichtige Anliegen zu unterstützen", bekräftigt Anderl.
Rückfragehinweis:
Klaudia Frieben
PRO-GE-Bundesfrauensekretärin
Tel. 0664/6145800
E-mail: klaudia.frieben@proge.at
Web: www.proge-frauen.at
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