GPF: "Ja zur Fachkräftemilliarde!"

Lehrlingsausbildung bei Post und A1 Telekom beispielhaft

Wien (OTS/ÖGB) - Immer weniger Unternehmen bilden Lehrlinge aus. Trotzdem wird von den Unternehmern und deren Interessenvertretungen ein angeblicher Fachkräftemangel beklagt.

"Fachkräfte fallen nicht vom Himmel und sie wachsen auch nicht auf Bäumen. Es ist höchste Zeit, dass die Unternehmen ihrer Verpflichtung nachkommen und selbst in die Zukunft investieren. Lamentieren bringt uns nicht weiter, sondern zerstört die Zukunft unserer Jugend und schadet dem Wirtschaftsstandort Österreich. Daher ist das von der Gewerkschaftsjugend entwickelte Modell Fachkräftemilliarde ein richtiger Schritt in die Zukunft", sagte Helmut Köstinger, der Vorsitzende der Kommunikationsgewerkschaft GPF.

Als beispielhaft wird vom GPF-Jugendvorsitzenden Christian Reiseneder die Lehrlingsausbildung bei der Post AG angeführt, wo bereits seit mehreren Jahren in Kooperation mit der BAWAG/PSK junge Menschen zu Bankkaufleuten ausgebildet werden. "Auch die A1 Telekom Austria deckt ihren Bedarf an hochqualifizierten Fachleuten aus der eigenen Lehrlingsausbildung. Wer Qualität bieten will, muss einfach in die Zukunft investieren."

Und: "Die Fachkräftemilliarde bietet auch für kleine und mittlere Unternehmen die Chance, aus der reinen Lehrstellenförderung endlich eine echte Qualitätsförderung zu machen. Wenn die Betriebe nicht einmal ein Prozent der jeweiligen Bruttolohnsumme freiwillig einzahlen wollen, brauchen sie sich über die nächste Krise nicht wundern", so Reiseneder.

Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln könnte nicht nur die Lehrstellenförderung, sondern auch die überbetriebliche Lehrausbildung sowie die Weiterqualifizierung von Beschäftigten finanziert werden. Nebenbei würde das in den nächsten fünf Jahren 750 Millionen Euro einsparen. "Damit wäre garantiert, dass die Wirtschaft nicht nur genügend viel, sondern auch bestens ausgebildeten Fachkräftenachwuchs finden kann", schloss Christian Reiseneder.

Rückfragen & Kontakt:

Thomas Linzbauer
Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten
- DIE KOMMUNIKATIONSGEWERKSCHAFT -
Tel. 0043-1-534 44-492 60
Mobil 0043-664-6145400

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0004