"Deutlich sichtbare Zeichen setzen" - ÖGB-Termine in der Aktionswoche gegen Rechtsextremismus

Entschiedenes Auftreten gegen Rassismus und Faschismus ist mehr als nur ein Statement

Wien (OTS/ÖGB) - "Wir wenden uns entschieden gegen jede Art von Diskriminierung, Faschismus, Rassismus und Diktatur", heißt es im Mission Statement des ÖGB. "Das ist nicht nur ein Statement. Wir leben unsere Werte, daher wird der ÖGB, gemeinsam mit den anderen antifaschistischen Gruppen, im Jänner ein deutlich sichtbares Zeichen setzen", sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar. Deshalb unterstützt der ÖGB auch die Aktionswoche von 20. bis 27. Jänner. In der den Opfer der mörderischen Sündenbock- und Vernichtungspolitik des Nationalsozialismus gedacht und ein deutliches Zeichen gegen jede Art von Rassismus in unserer heutigen Gesellschaft gesetzt werden.++++

Am 27. Jänner 1945 befreite die Rote Armee die letzten verbliebenen Gefangenen des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. Im Jahr 2005 erklärte die UNO-Generalversammlung den 27. Jänner zum Internationalen Holocaustgedenktag. Am 27. Jänner 2012 wird in der Wiener Hofburg der Ball des Wiener Korporationsrings (WKR) stattfinden, der die Creme de la Creme der europäischen Rechten versammelt.

"Die jungen Menschen, die die Österreichische Gewerkschaftsjugend vertritt, sind zwischen 14 und Mitte Zwanzig. Sie kennen die Schrecken des Nationalsozialismus vielleicht aus dem Geschichtsunterricht oder von ihren Großeltern, aber für sie ist das alles weit weg und lange vorbei. Umso ernster nimmt die ÖGJ ihre Aufgabe, junge Menschen vor den Gefahren von rechten und totalitären Regierungen zu warnen", sagt Jürgen Michlmayr, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ).

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder massive Proteste und Demonstrationen gegen die Ansammlung der Rechten in Prunkräumen der Republik, heuer stehen die Proteste im Zeichen des Holocaust-Gedenktages zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau, der mit dem Tag des Balls zusammenfällt. ÖGB, Gewerkschaften und Gewerkschaftsjugend werden in einem Netzwerk mit der Israelitischen Kultusgemeinde, der HochschülerInnenschaft, SOS Mitmensch, dem Mauthausen Komitee und vielen anderen das Motto "Niemals vergessen" in den Vordergrund stellen.

Termine in der Aktionswoche gegen Rechtsextremismus

Neonazis - Eine unterschätzte Gefahr oder Blindheit auf dem rechten Auge?
Diskussion über Neonazis in Österreich und Deutschland mit dem Rechtsextremismus-Experten Markus Priesterath
Wann: 25. Jänner 2012, 18.30 Uhr
Wo: ÖGB, Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien
(U2 Donaumarina)
http://www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=OEGBZ/Page/OEGBZ_In
dex&n=OEGBZ_0.a&cid=1325059140932
Anmeldung unter kampagnen@oegb.at

Gedenkveranstaltung Befreiung KZ Auschwitz-Birkenau
Moderiert von Katharina Stemberger mit Ariel Muzicant, Michael Bünker, Dwora Stein, VertreterInnen der StudentInnen und Zivilgeselschaft, dem jüdischen Chor und dem Chor der slowenischen StudentInnen
Wann: 27. Jänner 2012, 10.00 Uhr
Wo: Heldenplatz, Burgtor

Zeichen setzen! Kundgebung gegen extreme Rechte
Wann: 27. Jänner 2012, 18.30 Uhr
Wo: Heldenplatz, 1010 Wien
Live on Stage: Clara Luzia, Christoph & Lollo, Kommando Elefant und Maur due & Lichter.
Alle Informationen unter www.jetztzeichensetzen.at

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