Privat- und Ordensspitäler: Heutige Verhandlungsrunde brachte noch kein Ergebnis

vida-Steinkellner: "Konstruktive Gespräche, aber Gehaltsangebot nicht ausreichend"

Wien (OTS/ÖGB) - Nach dem gestrigen Aktionstag vor drei Wiener Privat- bzw. Ordensspitälern fand heute, am 24. Jänner 2012, die vierte Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Privatkrankenanstalten und konfessionellen Einrichtungen statt. "Die Gespräche verliefen sachlich und konstruktiv, aber bezüglich der Einkommenserhöhung liegen unsere Vorstellungen noch auseinander", sagt der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner. Am 30. Jänner 2012 findet die fünfte Verhandlungsrunde statt.++++

Die Arbeitgeber boten in der heutigen Verhandlungsrunde eine Erhöhung des Grundgehalts um durchschnittlich 3,06 Prozent sowie die Anhebung der Zulagen um 3 Prozent. "Das Lohnniveau in den Privat- und Ordensspitälern liegt unter dem Einkommensniveau in den öffentlichen Krankenhäusern. Dieser Einkommensnachteil muss dringend ausgeglichen werden", sagt Steinkellner. Die Arbeitgeber der Ordensspitäler hätten selbst bei einer Pressekonferenz vor wenigen Wochen gemeint, dass die Produktivität der ArbeitnehmerInnen in den vergangenen Jahren laufend angehoben worden sei. "Für diese Leistung erwarten sich die Beschäftigten mehr als nur die Abgeltung der Teuerung. Sie verdienen eine Erhöhung ihres Realeinkommens", sagt der Gewerkschafter.

Faire Einkommen für die körperlich und psychisch anstrengende Arbeit in den Gesundheitsberufen sei zudem eine Voraussetzung, um junge Menschen für den Beruf gewinnen zu können. "Laut Angaben des Sozialministers brauchen wir bis 2020 17.000 zusätzliche Pflegekräfte. Ohne entsprechenden Bezahlung werden die Menschen für diesen Beruf nicht zu gewinnen sein", so Steinkellner abschließend.

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