Grüne Wien/Akkilic zu AK Studie: Benachteiligung von MigrantInnen muss auf die Agenda der Bundesregierung

Wien (OTS) - "Die heute von der Arbeiterkammer Wien präsentierte Studie über die Situation von MigrantInnen am Arbeitsmarkt bestätigt, dass MigrantInnen mehrfach benachteiligt werden", so der Integrationssprecher der Grünen Wien, Senol Akkilic. "Dass ein Drittel der Beschäftigten mit Migrationshintergrund unter dem eigentlichen Ausbildungslevel eingesetzt werden, ist ein Aufruf an die Bundespolitik, rasch zu handeln. Die Wiener Stadtregierung hat sich im Bewusstsein dieses Umstandes die Anhebung der Anzahl MitarbeiterInnen mit Migartionshintergrund in der öffentlichen Verwaltung zum Ziel gesetzt und dafür eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen", so Akkilic.

"Selbstverständlich werden wir dabei auf die Anerkennung der mitgebrachten Qualifikationen von Zugewanderten einen großen Wert legen. Unsere Integrationsmaßnahmen, die nun gezielter bei der Sprachförderung ansetzen und auch die berufliche Qualifikation von Migrantinnen erfassen, zielen genau darauf ab, die Benachteiligung von Migrantinnen am Arbeitsmarkt zu bekämpfen. In diesem Zusammenhang begrüßen wir die Maßnahmen des Sozialministeriums, die die Qualifizierung von MigrantInnen bezwecken", so Akkilic.

Dennoch zeige die Studie auch, dass trotz erfolgreicher Nostrifizierungen MigrantInnen nicht ihrer Qualifikation entsprechend am Arbeitsmarkt eingesetzt werden und viel weniger verdienen als ihre "inländischen" KollegInnen. Das ist ein klassischer Fall von Diskriminierung und widerspricht auch sämtlichen EU Richtlinien. Die Bundesregierung ist aufgefordert, auf die Umsetzung dieser Richtlinien, die bereits Teil des österreichischen Rechtes sind, genauer zu achten. Dies ist insbesondere ein Auftrag an den Integrationsstaatssekräter Kurz, der bis dato kein einziges mal die Diskriminierung von MigrantInnen thematisiert hat", so Akkilic abschließend.

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