• 24.01.2012, 11:34:56
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AK-Debatte: Integration braucht Chancen in Bildung und Beruf

Frauenberger, Schmied, Hundstorfer, Kurz und Tumpel zu Chancen und Problemen von MigrantInnen am Wiener Arbeitsmarkt SPERRFRIST FREI AB 14.00 UHR!!

Wien (OTS) - "MigrantIn ist nicht gleich MigrantIn": Unter diesem
Titel wurde heute (Dienstag) eine umfangreiche Studie der AK zu
Fähigkeiten, Chancen und Problemen von MigrantInnen aus 11
Herkunftsregionen vorgestellt. Am Podium diskutierten die Wiener
Stadträtin für Integration, Sandra Frauenberger, Bildungsministerin
Claudia Schmied, Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer,
Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz und Arbeiterkammerpräsident
Herbert Tumpel über Herausforderungen und Lösungen bei der
Integration von MigrantInnen am Wiener Arbeitsmarkt.

Die Wiener Stadträtin für Integration, Sandra Frauenberger sagte:
"Gleiche Chancen für alle beim Zugang zu Bildung und Arbeit zu
schaffen, ist einer der wesentlichen Eckpunkte des Wiener
Integrationskonzeptes. Wenn die Sprache der Schlüssel zur Integration
ist, so ist ein rascher und den Qualifikationen entsprechender
Jobeinstieg der Schlüssel zum sozialen Aufstieg. In Wien setzen wir
daher in Kooperation mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds
(waff), von der beruflichen Erstinformation für NeuzuwanderInnen über
gezielte berufliche Weiterbildung für bessere Jobchancen bis hin zur
Beratung bei der Anerkennung von mitgebrachten Ausbildungen, genau
hier den Hebel an. Als besonders wichtige Zielgruppe bezeichnete
Frauenberger Frauen und Jugendliche, die nach der Schulpflicht nach
Österreich kommen. Die Wiener Integrationsstadträtin verwies dabei
auf den kürzlich präsentierten neuen Wiener Sprach- und Bildungsplan
für Migrantinnen, um sie am Arbeitsmarkt "fit" zu machen. "

Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz sagte: "Mein Zugang
lautet Integration durch Leistung. Das heißt, dass wir darauf
schauen, was jemand in Österreich leistet und nicht auf Hautfarbe,
Religion oder Herkunft. Dazu muss man aber auch die Rahmenbedingungen
bieten. Gerade für Migrantinnen muss hier noch einiges getan werden."
Kurz weiter: "Oft sind gerade Migrantinnen ohne Arbeit, das heißt
meistens auch weniger integriert. Österreich braucht aber die
weiblichen Fachkräfte - wenn man zum Beispiel an interkulturelle
Mitarbeiterinnen in Kindergärten denkt oder auch an den
Pflegebereich."

Bildungsministerin Claudia Schmied sagte: "Bei MigrantInnen gilt
der gleiche Grundsatz wie für das gesamte Bildungssystem: Wir müssen
es ermöglichen, dass sich die Talente jedes und jeder Einzelnen mit
entsprechendem Arbeitseinsatz entfalten können. Die Instrumente, die
nach dem Jahr der Bildungsoffensive etwa durch die Einführung der
Neuen Mittelschule oder die Reform der Oberstufe bereit stehen, sind
vielfältig und treffsicher: Individualisierung durch eine neue Lehr-
und Lernkultur, gezielte Förderung der Stärken und fundierte Basis in
den Grundkompetenzen. Für Menschen mit Migrationshintergrund ist
Deutsch eine unverzichtbare Grundkompetenz. Auch ist der Abbau von
Integrations-Hürden in den Köpfen wichtig - ob bei MigrantInnen oder
bei allen anderen Menschen, die in Österreich leben."

Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at

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