Bildungsreferent Scheuch: Inflation bei Bildungsplattformen statt tatsächlicher Reformen

Klagenfurt (OTS) - Kritisch sieht der Kärntner Bildungsreferent LHStv. DI Uwe Scheuch die heute präsentierte Bildungsplattform von Industriellenvereinigung und NGOs wie Caritas, Diakonie und Greenpeace. "Das geradezu inflationäre Auftreten von überparteilichen Bildungsplattformen hilft niemandem. Diese Plattformen lösen kein einziges Problem im Bildungsbereich, sondern lenken nur vom tatsächlichen Stillstand bei den bildungspolitischen Verantwortungsträgern ab. Stattdessen wäre es viel wichtiger, die notwendigen und allseits bekannten Weichenstellungen in der Bildungspolitik endlich auch tatsächlich anzugehen", erklärt Scheuch.

Abgesehen davon, dass leider der Verdacht nahe liege, dass es sich auch diesmal nur um eine reine Marketing-Aktion der beteiligten Institutionen handle, seien die inhaltlichen Forderungen zweifelhaft, so Scheuch. "Die Bildungseinrichtungen im Kleinkindalter funktionieren definitiv nicht so schlecht wie es hingestellt wird. Wer eine bessere finanzielle Abgeltung der tollen Leistung der Kleinkindpädagogen mit der Forderung nach einer Akademisierung ihrer Ausbildung verbindet, schafft jedoch nur zusätzliche Hürden und macht die bisherigen Leistungen schlecht. Es wäre viel wichtiger, Reformen bei den Verantwortungsträgern voranzutreiben, statt sich in punktuellen, hinterfragenswerten Einzelforderungen zu verrennen." In den Kindergärten und Horten werde schon jetzt eine sehr gute und äußerst engagierte Arbeit geleistet - und das völlig unabhängig von einer akademischen Ausbildung, meint der Kärntner Bildungsreferent Scheuch abschließend.

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