Privatkrankenanstalten und konfessionelle Einrichtungen fordern: Verhandeln statt polemisieren!

KV-Einigung kann nur am Verhandlungstisch und nicht auf der Straße gelingen

Wien (OTS) - "Die Arbeitnehmervertreter sollen mit realistischen Forderungen an den Verhandlungstisch zurückkehren anstatt Arbeitnehmer und Patienten in und vor Krankenhäusern zu verunsichern", erklärt Mag. Werner Fischl, Vizepräsident des Verbandes der Privatkrankenanstalten Österreichs, zu den heutigen Protestaktionen der Gewerkschaft Vida vor mehreren Wiener Krankenhäusern. "Von Arbeitgeberseite sind wir zu einem fairen Abschluss der KV-Verhandlungen bereit."

Ausgangsgebote liegen auf dem Tisch: Verhandlung kann beginnen Die ersten beiden Verhandlungstage drehten sich um anderweitige rahmenrechtliche Verbesserungen für die MitarbeiterInnen der Privatkrankenanstalten und Ordensspitäler. Erst am Tag 3 gingen die Parteien in punkto Gehälter in medias res. Verhandelt wurde bisher nicht: "Es ist unüblich, nach einem ersten Angebot beider Seiten den Verhandlungstisch zu verlassen", kommentiert Mag. Fischl das Verhalten der Gewerkschaftsvertreter. "Die von der Gewerkschaft geforderten 4,1 Prozent sind im Hinblick auf die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unrealistisch." In Wien liegt beispielsweise die Erhöhung der Tarife zwischen Zusatzversicherungen und privaten Krankenanstalten bei nur 2,66 %. Die knappen Budgets in den Ländern und Gemeinden erschweren auch die wirtschaftliche Situation der Ordensspitäler. "Wir schätzen unsere MitarbeiterInnen außerordentlich und sind im Rahmen unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten auch zu einer Lohnerhöhung bereit, die diese Anerkennung widerspiegelt. Unser Ausgangsgebot lag bei 2,5%", so Dr. Rotter, Verhandlungsführer der Ordensspitäler, der das Prinzip des Verhandelns zusammenfasst: "Überhöhte Forderungen treffen auf ein vorsichtiges erstes Angebot. Dann wird im realistischen Rahmen verhandelt. Damit sollten wir nun beginnen...".

Das Verhandlungsteam der Arbeitgeber plädiert daher für ein konstruktives Zusammentreffen am Verhandlungstisch am 24. Jänner. Mag. Werner Fischl: "Wir hoffen auf ein gutes Gesprächsklima und sind überzeugt, dass wir zu einem für alle Beteiligten tragbaren Abschluss kommen."

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