Schwentner: Verpflichtende Quoten statt unverbindlicher Freiwilligkeit

Grüne fordern Sanktionen für Unternehmen

Wien (OTS) - "Frauenministerin Heinisch-Hosek hat sich bei den Quoten in Aufsichtsräten aber auch bei den Einkommensberichten mit den erstbesten Kompromissen zufrieden geben. Danach medial zu bedauern, dass Frauenförderung von den Unternehmen nicht ernst genommen wird, ist scheinheilig. Wir brauchen Gesetze, die Sanktionen für Unternehmen vorsehen, sonst ändert sich nichts", fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen.

Unternehmen machen keine freiwilligen Übungen. Wenn die Bereitschaft der Unternehmen Einkommensberichte zu erstellen ähnlich ist, wie bei den Gehaltsangaben in den Stellenanzeigen, dann wird es auch hier ohne Sanktionen nicht gehen. Wie viele Unternehmen Einkommensberichte erstellen, kann derzeit niemand sagen, weil das nirgends aufscheint. "Heinisch-Hosek geht halbherzige Kompromisse ein, die ein weiteres Fortkommen über Jahre behindern. Denn ohne Konsequenzen wird wohl auch die Quote von 35 Prozent in den Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen bis zum Jahr 2018 nicht erreicht werden. So geht das nicht weiter. Wir brauchen endlich Gleichbehandlungsgesetze mit Biss", fordert Schwentner.

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