Pilotprojekte (2) - Die Projekte im Detail

Wien (OTS/BMLVS) - Mit den von Verteidigungsminister Norbert
Darabos initiierten Pilotprojekten wird das Österreichische Bundesheer wichtige Erfahrungswerte in Sachen Einsatzbereitschaft, Rekrutierung und Professionalisierung gewinnen. Das Ziel ist eindeutig definiert: Die Anpassung der Fähigkeiten des Österreichischen Bundesheeres an die Bedrohungen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Untenstehend alle wichtigen Eckpunkte rund um die Pilotprojekte:

Projekt 1: Die Freiwilligenmiliz

In Niederösterreich und Salzburg wird jeweils eine Pionierkompanie als Freiwilligenmiliz aufgestellt. Die Soldaten, die sich freiwillig melden, erhalten eine Jahresprämie von 5.000 Euro und erklären sich bereit, pro Jahr rund zwei Wochen für Übungen und erforderliche Einsätze zur Verfügung zu stehen.
Die Aufstellung der Kompanien beginnt ab Februar und soll mit Juni abgeschlossen sein. Ab Juli wird geübt, ab 2013 stehen beide Kompanien für Einsätze bereit.

Projekt 2: Weniger Systemerhalter

Sechs Bundesheer-Standorte werden künftig ohne Grundwehrdiener als Systemerhalter auskommen: das Verteidigungsministerium (Standort Rossau), das Amtsgebäude Franz-Josefs-Kai, die Führungsunterstützungsschule in der Starhemberg-Kaserne, das Kommandogebäude General Körner (alle Wien), der Truppenübungsplatz Seetaler Alpe (Steiermark) und die Khevenhüller-Kaserne (Klagenfurt). Insgesamt sollen so pro Jahr 350 Funktionssoldaten (Ordonnanzen, Köche, Gehilfen aller Art) eingespart werden. Diese Grundwehrdiener können dann einer militärischen Tätigkeit bei der Truppe nachgehen. Teile ihrer bisherigen Aufgaben werden ausgelagert, durch technische Maßnahmen ersetzt, (z.B.: bei der Wache), oder auf Zivilbedienstete und Lehrlinge übertragen. Die Umsetzung erfolgt ab dem zweiten Halbjahr 2012.

Projekt 3: Der Musterverband

Beim Klagenfurter Jägerbataillon 25 werden in Zukunft ausschließlich Berufs- und Zeitsoldaten im Einsatz sein. Bis Juli wird das Bataillon neu strukturiert, um den Bedürfnissen eines professionellen Verbandes erfüllen zu können. Die Rekrutierung beginnt ab sofort. Bis Anfang 2014 wird das Bataillon über eine erste Einsatzbereitschaft für Inlandsaufgaben, ab Juli 2014 über volle Einsatzbereitschaft verfügen. Neben den bereits heute bestehenden 150 Berufssoldaten werden dann mehr als 350 weitere Berufs- und Zeitsoldaten eingesetzt sein. Bis 2014 wird das Bundesheer somit auch weitere wichtige Erfahrungswerte im Bereich der Rekrutierung sammeln.

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