Hoffentlich erkennt endlich auch die ÖVP NÖ den Wert der Wohnbauförderung

GBH fordert neuerlich einen Wohnbaugipfel in Niederösterreich

Wien (OTS/GBH/ÖGB) - "Es ist ja erfreulich, dass nun anscheinend auch Teile der ÖVP Niederösterreich erkennen, wie wichtig die Wohnbauförderung für die Beschäftigung ist. Ich hoffe, diese Erkenntnis greift nun auch in der übrigen VP NÖ um sich", so der Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Niederösterreich Rudolf Silvan. "Angesichts dessen, wie in Niederösterreich mit Wohnbaufördergeldern umgegangen wird, hält sich meine Hoffnung allerdings in engen Grenzen", so Silvan weiter.++++

"Es ist schon erstaunlich, wenn VP-Abgeordneter Martin Schuster jetzt öffentlich über Medien die tolle Beschäftigungswirkung der Wohnbauförderung lobt, während gleichzeitig in Niederösterreich 928 Millionen Wohnbaudarlehen verscherbelt werden. Wie man hört, entwickeln sich die Wohnbaudarlehen beim geplanten Verkauf zu 'Ladenhütern'. Warum werden diese Mittel nicht dazu verwendet, mehr in den Wohnbau zu investieren und damit Arbeitsplätze und leistbares Wohnen zu sichern?", bekräftigt Silvan.

Die Gewerkschaft Bau-Holz erneuert die Forderung nach einem Wohnbaugipfel in Niederösterreich mit allen Verantwortlichen, um über eine langfristig abgesicherte Wohnbauförderung zu beraten.

Es nütze nichts, so Silvan weiter, die bestehende Situation schönzureden und Tatsachen zu ignorieren: "Die derzeitige Wohnbauförderung bringt Ungerechtigkeiten. Warum wird z. B. ein Passivhausbau unabhängig vom Einkommen gefördert? Nur eine erhöhte Förderung für NiedrigverdienerInnen würde den Bau eines Passivhauses für alle ermöglichen. Reden wir doch offen darüber, dass Dienstleistungsrechnungen zur Gewährung einer Wohnbauförderung herangezogen werden könnten. Dass diese Vorgangsweise funktioniert, zeigt der Bundessanierungsscheck. Gerade in den Ballungsräumen rund um Wien und St. Pölten sowie in der Thermenregion fehlen leistbare Wohnungen für Junge! Genau dafür müssen Wohnbaumittel eingesetzt werden."

"Tatsache ist: Niederösterreich ist auf Grund des Ausverkaufs der Wohnbaudarlehen bundesweit Schlusslicht bei den Darlehensrückflüssen. Auch bei der Wohnbaurate ist Niederösterreich ins letzte Drittel abgesackt, d. h. in Niederösterreich werden weniger Wohneinheiten gebaut als im Österreichdurchschnitt. Von einer funktionierenden Wohnbaupolitik kann hier mittel- und langfristig nicht gesprochen werden. Wohnen wird in Niederösterreich teurer, wenn nichts dagegen unternommen wird," warnt Bau-Holz-Chef Josef Muchitsch abschließend.

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