Wurm: Mit Freiwilligkeit kommen wir bei Frauenförderung nicht weiter

SPÖ-Frauensprecherin spricht sich für Gesetze mit Sanktionen aus

Wien (OTS/SK) - "Börsennotierte Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet, über ihre Maßnahmen zu Frauenförderung zu berichten. 13 Prozent berichten einfach nicht und 28 Prozent geben an, dass sie keine Maßnahmen setzen. Hier sollten Sanktionen im Gesetz vorgesehen werden, damit hier endlich was weitergeht", unterstützt SPÖ-Frauen-und Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm die Aussagen von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek im heutigen "Standard". Dass ein Gesetz mit Sanktionen wirkungsvoller ist, sehe man bei der verpflichtenden Gehaltsangabe in Stelleninseraten, 90 Prozent der Firmen halten sich erst daran, seit es Sanktionen gibt. ****

Auch fordert die SPÖ-Frauensprecherin eine verpflichtende Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter Unternehmen. Es gebe jetzt schon zahlreiche Studien, die jüngste letzte Woche vom Beratungsunternehmen Ernst & Young, wonach Unternehmen mit Frauen in der Führungsetage erfolgreicher sind. "Unsere Forderung nach einer Quote ist auch wirtschaftlich sinnvoll und für Unternehmen ein klarer Wettbewerbsvorteil", so Wurm.

In staatsnahen Betrieben hat die Bundesregierung eine Selbstverpflichtung eingeführt, bis 31. Dezember 2013 müssen 25 Prozent der Aufsichtsräte Frauen sein und bis spätestens Ende 2018 ist ein Anteil von 35 Prozent zu erreichen. "Wenn das Ziel nicht erreicht wird, müssen wir auch hier von einer Selbstverpflichtung zu einer Verpflichtung kommen", sagt Wurm.

"In der Privatwirtschaft muss besonders dringend nachgezogen werden, mit Freiwilligkeit kommen wir hier nicht weiter. Dass die Quote wirkt, zeigt uns etwa das Beispiel Frankreich, wo es seit 2010 eine Frauenquote gibt und der Anteil von Frauen in Führungspositionen von sieben auf über 20 Prozent gestiegen ist", betont Wurm abschließend. (Schluss) pl/sl/mp

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