Stadthallenbad: Wien Holding und Sportamt verordnen Prüfung

Mängel bei Becken und Durchströmung sowie technisches Gebrechen bei Hubboden / Gerichtliche Beweissicherung veranlasst - Kontrollamt eingeschaltet

Wien (OTS) - Seit Mai 2010 läuft die Generalsanierung des im Jahr 1974 eröffneten Wiener Stadthallenbades. Die Wiedereröffnung war ursprünglich für Herbst 2011 geplant. Unbestritten ist, dass es sich um ein äußerst schwieriges Sanierungsprojekt auf engstem Raum handelt und das alte denkmalgeschützte Gebäude und seine Baustruktur immer wieder für unvorhersehbare, aber bisher nachvollziehbare Herausforderungen gesorgt haben. Deshalb wurde auch eine Verschiebung der Eröffnung vom letzten Quartal 2011 ins erste Quartal 2012 von der Wiener Stadthalle in Kauf genommen unter der Voraussetzung, dass dann von den Auftragnehmern ein komplett saniertes und funktionstüchtiges Hallenbad nach modernsten Standards übergeben und im Februar 2012 eröffnet wird.

Die Entwicklung in den letzten Wochen zeigt jedoch ein anderes Bild: Beginnend mit einem technischen Gebrechen bei der Hubbodentechnik für das Becken wurden in der Folge auch Probleme bei der Durchströmung und der Dichtheit der Becken festgestellt. Zwar wurde immer wieder von der Generalplanung, der örtlichen Bauaufsicht und den entsprechenden Fachfirmen beteuert, dass all diese Probleme bis zur geplanten Eröffnung im Februar 2012 behoben werden. Doch die handelnden Akteure konnten bis zuletzt keinen verbindlichen Eröffnungstermin nennen, bei dem im Februar ein Hallenbad übergeben wird, das ordnungsgemäß saniert ist, dessen Becken dicht sind und das bäder- und hygienetechnisch einwandfrei funktioniert.

Gerichtliche Beweissicherung angeordnet und Kontrollamt eingeschaltet

Vor diesem Hintergrund haben sich Wien Holding, MA 51-Sportamt und die Wiener Stadthalle als Bauherr dazu entschlossen, einen sofortigen Baustopp zu verfügen, eine gerichtliche Beweissicherung zu beauftragen und das Kontrollamt einzuschalten.

Diese Entscheidung haben sich die Wien Holding, die MA 51-Sportamt und die Wiener Stadthalle nicht leicht gemacht, vor allem auch mit dem Wissen, wie wichtig das Stadthallenbad für den Schwimmsport und die WienerInnen ist. Die gewählte Vorgangsweise gewährleistet jedoch, dass die Sanierung des Wiener Stadthallenbades korrekt abgewickelt sowie ordnungsgemäß abgerechnet wird und für die Bevölkerung ein nachhaltig und komplett saniertes Hallenbad zur Verfügung steht. Bestehende Mängel nur provisorisch zu beheben, um den Eröffnungstermin im Februar halten zu können, ist keine Alternative. Denn im Mittelpunkt muss eine auftragskonforme, nachhaltige und komplette Sanierung stehen. Nach Abschluss der Beweissicherung wird der neue konkrete Eröffnungstermin bekanntgegeben. Wien Holding, Sportamt und Wiener Stadthalle ersuchen um Verständnis und bedauern die Verzögerungen.

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