Sturz vom Dach hat meist katastrophale Folgen

AUVA-Landesstelle Wien und Innungen bieten Aktiv-Lehrgang für sicheres Arbeiten

Wien (OTS) - Ein Absturz vom Dach ist die häufigste Todesursache bei Sturz- und Fall-Unfällen: 2010 starben vier Dacharbeiter an den Unfallfolgen. Insgesamt verzeichnete die AUVA-Statistik für das Jahr 2010 172 Fälle. Die Betroffenen waren mit rund vier Wochen relativ lange im Krankenstand, die dadurch verursachten Kosten für die Betriebe schlugen sich mit durchschnittlich 6.000 Euro zu Buche. Speziell für die am meisten gefährdeten Berufe aus Niederösterreich, Wien und Burgenland - Dachdecker, Spengler und Zimmerer -veranstalten die AUVA-Landesstelle Wien und die Landesinnungen vom 23. Jänner bis 17. Februar 2012 eintägige Aktiv-Lehrgänge in einem Trainingszentrum bei Baden (NÖ). Die AUVA-Landesstelle Wien übernimmt 75 Euro der Kurskosten jedes Teilnehmers. 2012 werden wie im Vorjahr 240 Teilnehmer erwartet.

"Unser Aktiv-Lehrgang "Sicheres Arbeiten auf Dächern - Schutz vor Absturz" ist jedes Jahr in kürzester Zeit ausgebucht. Seit Jänner 2005 haben ihn 1.154 Praktiker aus Niederösterreich, Wien und Burgenland absolviert. Die meisten Teilnehmer kamen aus Niederösterreich (601 Höhenarbeiter). 2012 angemeldet sind 100 Niederösterreicher, 110 Wiener und 30 Burgenländer.

Der Lehrgang ist speziell für Praktiker am Bau mit Erfahrungen mit Arbeiten in der Höhe ausgerichtet. Er vermittelt alltagsgeprüfte Techniken, die schnell und unter Zeitdruck praktikabel sind", sagt Ing. Wilhelm Braunsteiner, Baufachkundiger des Unfallverhütungsdienstes der AUVA-Landesstelle Wien.

Seit dem Start im Jahre 2005 sind die Landesinnungen der Dachdecker, Spengler und des Holzbaus Partner der AUVA-Landesstelle Wien. Der Lehrgang kostet dank der Sonderkonditionen der Hoehenwerkstatt GmbH bei Baden 175 Euro pro Teilnehmer. Die AUVA-Landesstelle Wien übernimmt 75 Euro pro Kopf, den Rest tragen die jeweilige Landesinnung und die Firma.

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Über die AUVA:

Bei der AUVA sind rund 4,5 Millionen Personen gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert: 1,2 Millionen Arbeiter, 1,6 Millionen Angestellte, 420.000 Selbständige sowie 1,3 Millionen Schüler und Studenten. Die Landesstelle Wien betreut in den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland 42 Prozent der AUVA-Versicherten. Pro Jahr erhalten 120.000 Verletzte in den Wiener AUVA-Unfallkrankenhäusern Meidling und Lorenz Böhler sowie 1.900 Patienten in den Rehabilitationszentren Wien-Meidling und Weißer Hof, Klosterneuburg, die bestmögliche Behandlung. Die AUVA finanziert ihre Aufgaben als soziale Unfallversicherung aus Pflichtbeiträgen der Dienstgeber. Prävention ist dabei die vorrangige Kernaufgabe der AUVA - die Verhütung von Unfällen und die Vorbeugung von Berufskrankheiten senkt die Kosten für die drei weiteren Unternehmensbereiche Heilbehandlung, Rehabilitation und finanzielle Entschädigung von Unfallopfern am wirksamsten.

Rückfragen & Kontakt:

Gabriela Würth
Öffentlichkeitsarbeit der AUVA-Landesstelle Wien
Telefon mobil: 0676-33 24 879
E-Mail: gabriela.wuerth@auva.at
Im Internet: www.auva.at/wien

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