Protest von vida und BetriebsrätInnen vor Wiener Ordens- und Privatspitälern

vida-Steinkellner: "Beschäftigten droht Reallohnkürzung. Dagegen wehren sie sich."

Wien (OTS/vida/ÖGB) - Drei Kollektivvertragsrunden haben bereits stattgefunden. Dennoch gibt es für die rund 15.000 Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten und konfessionellen Einrichtungen nach wie vor keinen Gehaltsabschluss für 2012. "Bei der letzten Verhandlungsrunde am 13. Jänner wollten uns die Arbeitgeber mit einer Einkommenserhöhung von durchschnittlich 2,27 Prozent abspeisen. Bei einer Teuerung von mehr als drei Prozent bedeutet das eine Reallohnkürzung. Dagegen machen wir mobil", sagt der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner. Als erste Maßnahme finden heute Informations- und Protestaktionen vor drei Wiener Privat- bzw. Ordensspitälern statt.++++

In den vergangenen eineinhalb Wochen informierten die BetriebsrätInnen die Beschäftigten bei Betriebsversammlungen über das inakzeptable Angebot der Arbeitgeber. "Die Arbeitgeber selbst brüsten sich damit, wie stark die Produktivität in den vergangenen Jahren gestiegen ist und wie effizient in den Privat- und Ordensspitälern gearbeitet wird. Immer mehr fordern, aber nichts geben, da machen die Beschäftigten nicht mit", fasst Steinkellner die Stimmung unter den Beschäftigten zusammen.

Auch bei der ersten Station der heutigen Protestaktion vor dem Orthopädischen Spital Speising im dreizehnten Bezirk in Wien ernteten die GewerkschafterInnen und die BetriebsrätInnen regen Zuspruch. "Wir waren ab 6.30 Uhr vor Ort, um die Beschäftigten beim Dienstwechsel zu informieren. Die Beschäftigten sind aufgebracht. Sie verrichten mit Professionalität und viel Engagement ihre Arbeit. Das 'Angebot' der Arbeitgeber erachten sie als eine Zumutung", sagt der Wiener Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft vida, Thomas Stöger.

Weitere Info- und Protestaktionen finden heute von 12.00 bis 14.00 Uhr vor dem Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, Stumpergasse 13, im 6. Bezirk und von 15.00 bis 17.00 Uhr vor der Confraternität-Privatklinik Josefstadt in der Skodagasse, im 8. Bezirk in Wien statt.

"Wir fordern die Arbeitgeber auf, bei der morgigen vierten Verhandlungsrunde ein seriöses Angebot auf den Tisch zu legen. Sollte das nicht geschehen, werden weitere Aktionen folgen", kündigt Willibald Steinkellner an.

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