Wlodkowski: SP-Belastungslawine für Bauern käme Österreich teuer zu stehen

LK Österreich: Intelligent sparen und nicht Steuerlast noch weiter erhöhen

Wien (OTS) - "Fassungslos stehen Österreichs Bäuerinnen und Bauern den AK-, ÖGB- und SPÖ-Vorstellungen zur Budgetsanierung gegenüber. Geht es nach diesen Organisationen, rollt auf die Landwirtschaft eine Belastungslawine im Ausmaß von jährlich rund 1 Mrd. Euro zu, womit dann 3 % der Bevölkerung 50 % des gesamten Sanierungsbedarfes zu schultern hätten. Nicht nur, dass die Landwirtschaft bis 2015 bereits 240 Mio Euro vor allem in den Bereichen Strukturen, Verwaltung und Projekte einsparen wird, soll nach SPÖ-Vorstellungen zusätzlich auch noch tief ins Bauerneinkommen hineingeschnitten werden. Diese Belastungslawine, die in einer ersten Welle zwar nur die Bauern träfe, würde Österreich letztlich sehr teuer zu stehen kommen: Denn der Verlust der agrarischen Investitionen kostet, wie das WIFO errechnet hat, im ländlichen Raum über 20.000 Arbeitsplätze, jene Personen gar nicht mitgerechnet, die zusätzlich auf den Arbeitsmarkt drängen würden, weil sie ihre Höfe aufgeben müssten. Diese SPÖ-Pläne haben mit Gerechtigkeit, wie sie dort immer gepredigt wird, nichts zu tun. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten, doch können und wollen wir nicht allein die Hälfte der Budgetsanierung tragen müssen", wies Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, die Steuer- und Belastungspläne der SPÖ aufs schärfste zurück.

Konkret würden die SPÖ-Belastungs-Pläne zu einem Minus von 100 Mio. Euro bei den bäuerlichen Einkommen durch Streichungen bei den Ausgleichszahlungen und Abschaffung der Mineralölsteuervergütung führen. Weitere 190 Mio. Euro mehr Belastung kämen durch höhere Pensionsbeiträge auf die Betriebe zu, über 200 Mio. Euro Mehrkosten für die Bauern nach Berechnungen der AK entstünden beim Wegfall der Steuerpauschalierung. Weitere völlig unsymmetrische soziale Belastungen, wie die Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage oder die Änderung der Familienförderung würden erneut die Landwirte einseitig und nicht im gesellschaftlichen Gleichklang treffen. Mit der Anhebung der Grundsteuer, der Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, der Vermögenssteuer und der Steuer auf Veräußerungsgewinne von Immobilien kämen noch zusätzlich mehrere hundert Mio. Euro an agrarspezifischen Belastungen zu.

"Die Landwirtschaft kann sich Abgaben auf Umwidmungsgewinne als ihren Budgetsanierungs-Beitrag vorstellen, doch Einschnitte in das Bauerneinkommen werden strikt abgelehnt. Es ist absolut ungerecht, wenn sich Arbeiter und Angestellte, Beamte und Pensionisten 2012 über deutliche Lohn- und Gehaltszuwächse freuen können, die Bauern hingegen aber müssten ein Minus hinnehmen. Darüber hinaus wäre eine solche Politik auch für die Wirtschaft mehr als schädlich: Denn jeder Euro, den die Landwirtschaft investiert, löst 5 weitere aus. Wir tragen eine Sanierung mit Augenmaß mit, für die Bauernfamilien ruinöse Belastungen werden nie unsere Zustimmung erhalten", so Wlodkowski abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Landwirtschaftskammer Österreich, Dr. Josef Siffert
Tel.: +43/1/53441-8521 mailto: j.siffert@lk-oe.at
www.lk-oe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001