Kitzbühel garantiert Quote

Innsbruck (OTS/TT) - Untertitel: Die Hahnenkammrennen sind mehr
als ein sportlicher Bewerb mit hochkarätigem Promi-Aufputz. Ob sie nun stattfinden oder nicht, ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist das Spektakel auf Streif und Ganslern allemal.

Von Mario Zenhäusern
Die Augen der interessierten Öffentlichkeit werden sich an diesem Wochenende wieder nach Kitzbühel richten. Wenn der mondäne Kitzbüheler Skiclub zu den internationalen Hahnenkammrennen ruft, befindet sich eine Region im Ausnahmezustand. Dutzende TV- und Radio-Stationen sowie Hunderte Printmedien berichten von den atemberaubenden Wettbewerben auf Streif und Ganslern, mehr als 100.000 Zuschauer wollen Abfahrt, Slalom und Super-G Jahr für Jahr live sehen. Ein Spektakel ohnegleichen eben, der ungekrönte Höhepunkt des alpinen Weltcupwinters.
Kitzbühel, das ist Sport und Kampf. Manchmal brutal, wenn die Streif, wie in den Vorjahren leider immer wieder passiert, die Fahrer abschüttelt wie ein bockendes Pferd. Manchmal unbarmherzig, wenn Hundertstelsekunden über Sieg und Niederlage entscheiden. Nervenkitzel pur.
Kitzbühel, das ist auch Spaß und Society. Bei keiner anderen Sportveranstaltung ist die Promidichte so hoch wie am Hahnenkamm, nirgends die Stimmung entlang der Strecke, im Zielstadion und bei der Preisverteilung euphorischer, nirgends der Glamourfaktor höher. Das Hahnenkamm-Wochenende ist eigentlich eine einzige große Party. Kitzbühel, das ist aber auch Bangen und Hoffen. Jahr für Jahr zittern die Verantwortlichen dem dritten Jänner-Wochenende entgegen. Wetterkapriolen haben die pickelharte Abfahrtspiste schon öfter davonrinnen lassen wie Schnee in der warmen Frühlingssonne. Die Rennen sind zwar versichert, der finanzielle Schaden einer Absage hielte sich also in Grenzen. Der Imageschaden aber wäre enorm. Nicht nur die Kitzbüheler bangen. Spektakuläre Rennbilder von der Streif, via Medien in die ganze Welt verschickt, sind eine unbezahlbare Werbung für Kitzbühel, Tirol, Österreich und den Wintersport ganz allgemein. Allein in der Region Kitzbühel sorgt die Hahnenkammwoche jedes Jahr für einen Umsatz von mehr als 35 Millionen Euro. Insgesamt holt Österreich aus dem Wintersport eine Wertschöpfung von mehr als sieben Milliarden Euro.
In Tirol hängen die 25 Millionen Gästenächtigungen in jedem Winter zwar nicht allein von Kitzbühel ab. Aber die Wintermärchen-Bilder aus der weltberühmten Gamsstadt garantieren Aufmerksamkeit und Quote. Eine Wirkung, die nicht zu
unterschätzen ist. Und die letztlich mit-
hilft, Tausende Arbeits-
plätze in Tourismus, Handel und verwandten Branchen zu sichern.

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