Findeis: NÖ-Kriminalstatistik ist alarmierend: 7,5 Prozent mehr Delikte als im Vorjahr

Langjährige Forderung nach mehr Personal für die Exekutive einmal mehr untermauert; Statistische Spielchen sind abzulehnen

St. Pölten (OTS/SPI) - "Die im österreichweiten Vergleich überdurchschnittlich gestiegene Kriminalität in Niederösterreich bestätigt uns in der Forderung, dass die Exekutive umgehend mehr Personal für Niederösterreich benötigt", kommentiert der Sicherheitssprecher der SPÖ-NÖ, LAbg. Hermann Findeis, heute veröffentlichte Zahlen, wonach die Kriminalität in Niederösterreich im Jahr 2011 um 7,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 gestiegen ist. "Dass auch die Zahl der aufgeklärten Fälle gestiegen ist und die Aufklärungsquote nur leicht gesunken ist, zeigt die hervorragende und engagierte Arbeit der PolizeibeamtInnen, die trotz widrigster Arbeitsbedingungen Tag für Tag Außerordentliches leisten. Ihnen allen möchte ich auf diesem Wege auch meinen herzlichsten Dank für ihr großartiges Engagement aussprechen", betont Findeis.

Insgesamt wurden 2011 um fast 5.500 Fälle mehr zur Anzeige gebracht als im Jahr 2010, das waren alles in allem 78.634 Delikte. Ein leichter Rückgang bei den Wohnungs- und Hauseinbrüchen ist zwar zweifellos ein kleiner Lichtblick, kann aber über die drastische Steigerung insgesamt nicht hinwegtäuschen. "Es ist sowohl den Menschen, die Opfer von Kriminellen werden, gegenüber absolut unzumutbar als auch gegenüber den PolizistInnen, wenn mit statistischen Spielchen versucht wird, politisches Kleingeld zu wechseln. An einem derart starken Ansteigen der Kriminalität ist es wahrhaft schwer, noch etwas Positives zu finden", äußert LAbg. Hermann Findeis Unverständnis über die haarsträubenden Umdeutungsversuche der ÖVP-NÖ.

Auch die vom Innenministerium betonte, österreichweite, langfristig rückläufige Entwicklung der Kriminalität relativiert Findeis: "Man muss immer in Betracht ziehen, von welchem Wert man ausgeht. In den Jahren 2002 und 2003 gab es absolute Horrorzahlen mit 591.584 bzw. 643.286 Fällen in ganz Österreich. Nimmt man aber dagegen das Jahr 1998 oder 1999 als Vergleich her, sieht die Sache freilich anders aus, damals wurden um weit über 100.000 Delikte weniger begangen, nämlich 479.859 bzw. rund 493.000! Erschwerend kommt noch hinzu, dass in der Zwischenzeit ja auch noch die Zählweise geändert wurde. Vor diesem Hintergrund präsentieren sich die im Jahr 2011 angezeigten 540.007 Fälle leider anders", macht Findeis deutlich. "Die Zahlen bestätigen einmal mehr unsere Forderung. Die Polizei braucht dringend mehr Personal - und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern auf den Straßen und in den Wachstuben", so LAbg. Hermann Findeis abschließend.

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