Walser: Zahlenschwindel aus dem Unterrichtsministerium

Grüne sehen keine zusätzlichen Dienstposten

Wien (OTS) - "Derzeit gibt es etwa 120.000 LehrerInnen, das wird auch 2018 nicht anders sein", stellt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, klar. Die von Claudia Schmied angekündigten zusätzlichen 10.000 LehrerInnen seien ein mathematischer Trick.
So werden beispielsweise Anstellungen der letzten vier Jahre mitgerechnet. In den angekündigten neuen Dienstposten sind etwa jene LehrerInnen enthaltet, die bereits seit der Einführung des Schulversuches Neue Mittelschule für den dortigen Förderunterricht angestellt wurden. Angesichts der notwendigen Einsparungen im Budget 2013 warnt Walser vor zu großen Hoffnungen: "Finanzministerin Fekter kann die Anstellung neuer Lehrkräfte bei der Umstellung aller Hauptschulen auf Neue Mittelschulen blockieren."

"Einen weiteren Zahlentrick wendet Schmied bei der Sprachförderung an", kritisiert Walser. Dabei handelt es sich nämlich um sprachliche Frühförderung im Kindergarten, die eigentlich weggefallen wäre und die nun vom Integrationsstaatssekretariat und den Ländern übernommen werden soll. Bund und Länder haben sich zudem nur auf eine zeitlich befristete Kofinanzierung geeinigt. "Nachhaltig sind solche Vereinbarungen nicht und mit LehrerInnendienstposten hat das gar nichts zu tun", zweifelt Walser.
Nicht zuletzt wird inzwischen der Rückgang bei den Schülerzahlen in Pflichtschulen budgetwirksam. "Die dadurch entfallenen Dienstposten finden nur dank Klassenschülerzahlensenkung noch eine Anstellung", klärt Walser auf.

Handlungsbedarf sieht Walser in einem anderen Bereich: Tatsächlich zusätzlicher Personalbedarf besteht bei den Pädagogischen Hochschulen. "Für die Ausbildung neuer LehrerInnen, die nach der anstehenden Pensionierungswelle dringend benötigt werden, gibt es aus dem Unterrichtsministerium allerdings kein Budget", so Walser abschließend.

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