Schulhof-Garage zerstört Vertrauen und Kooperation zwischen den Schulen

Elternverein der Hernalser Volksschule Kindermanngasse schließt sich dem Protest an

Wien (OTS) - Das Garagenprojekt unter dem Schulhof des GRG 17 Geblergasse wird seit über zwei Jahren von betroffenen Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen heftig bekämpft. Nun setzen sich auch die Elternvereine umliegender Volksschulen zur Wehr, die eine massive Benachteiligung ihrer SchulabgängInnen fürchten. "Wir Eltern, die nach der Volksschule eine Nachfolgeschule suchen, sehen in dem Garagenprojekt eine nicht zu unterschätzende Gesundheitsschädigung für die Kinder. Der grüne Schulhof ist unverzichtbar als Ausgleichsraum für stundenlanges Lernen im Sitzen!" ist Bettina Iwaniewicz, Obfrau des Elternvereins der Volksschule Kindermanngasse überzeugt. Der Elternverein fordert heute in einem Offenen Brief die Präsidentin des Stadtschulrats, Susanne Brandsteidl, sowie Stadtrat Christian Oxonitsch und die Bezirksvorstehungen von Wien 16 und Wien 17 auf, den Bau der Garage zu verhindern.

Im Schreiben an die Stadt- und Bezirksverantwortlichen veranschaulichen die Eltern die Auswirkungen des Garagenbaues auf ihre Kinder und fordern den sofortigen Stopp der Planungen. "Obwohl der Stadtschulrat dem Garagenbau in einer unter Verschluss gehaltenen Stellungnahme zustimmte, informierte er uns Eltern der VS Kindermanngasse nicht von den zu erwartenden Beeinträchtigungen für zukünftige Geblergassen-Kinder", ärgert sich Iwaniewicz.

Schon jetzt stehen den Hernalser Schulkindern zu wenige Sport- und Pausenplätze zur Verfügung. Dem vom Bezirk beschlossenen Verlust zweier Schulsportplätze durch die Errichtung der Garage, steht kein einziger neu geschaffener Bewegungsraum für SchülerInnen gegenüber. "Wir wollen, dass der Stadtschulrat für unsere Kinder da ist! Erst Bewegungraum für Kinder, dann Stehraum für Autos!", fasst Iwaniewicz die Forderungen der Eltern zusammen.

Viele Eltern schätzen die Qualität des Unterrichts am GRG 17 und das Bewegungsangebots im attraktiven Schulhof sehr. "So stelle ich mir eine ernst gemeinte Ganztagsklasse vor", meint Susanne Krumböck, deren Sohn die dritte Klasse in der VS Kindermanngasse besucht. In den vergangenen Jahren wechselten zahlreiche AbsolventInnen der Kindermanngasse - teilweise halbe Klassenverbände mit sozial gefestigten Strukturen - in das nahe gelegene GRG17 Geblergasse. Nun entscheiden sich viele Familien für eine andere Schule, was den Andrang auf die umliegenden Gymnasien erhöht. "Die Ungereimtheiten um die Baustelle lässt mich das Schlimmste befürchten. Meine Tochter werde ich deshalb lieber in einem anderen Gymnasium anmelden", so Nikolaus Kirstein, dessen Tochter damit einen weit längeren Schulweg auf sich nehmen muss.

Offener Brief zum Download:
http://www.rettetdenschulhof.at/docs/evkindermanng.pdf

Rückfragen & Kontakt:

Bettina Iwaniewicz, Obfrau Elternverein VS Kindermanngasse, Tel. 0660 544 5052
Nikolaus Kirstein, Vater, Tel. 0699 1957 5048
Susanne Krumböck, Mutter und Elternvertreterin, E-Mail: susanne.krumboeck@boku.ac.at

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