Leitner/Blachfellner: Salzburger Wohnbauförderungsmodell kann beispielgebend für Niederösterreich sein

Durch die steigende Bevölkerungsentwicklung in Niederösterreich brauchen wir vermehrt leistbaren und günstigen Wohnraum

St. Pölten, (OTS/SPI) - "Niederösterreich braucht als wachsendes Bundesland vermehrt günstigen Wohnraum für junge Familien, aber auch für die ältere Generation. Viele Regionen Niederösterreichs, insbesondere in den Ballungsräumen, verzeichnen eine steigende Bevölkerungsentwicklung. Leider hinkt gerade in diesen Regionen die Errichtung von Neubauwohnungen hinten nach. Leistbarer Wohnraum ist dort bereits Mangelware", so Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Sepp Leitner anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Salzburger Wohnbaureferenten Landesrat Walter Blachfellner. Nachdem zuletzt mehrfach von politischer Seite starke Kritik am niederösterreichischen Wohnbaumodell geübt wurde, warnt nun seit längerer Zeit auch die Bauwirtschaft vor drohenden Wohnungsengpässen und Mietkostenerhöhungen durch die massiven Kürzungen bei der Wohnbauförderung.

"In intensiven Verhandlungen wurde im Jahr 2011 durch die SPÖ Niederösterreich in einem ersten Schritt erreicht, dass zukünftig jährlich mindestens 500 Millionen Euro für den Wohnbau durch das Land Niederösterreich investiert bzw. die Finanzierung von 2.500 Wohneinheiten pro Jahr garantiert wird. Damit werden nicht nur wichtige Arbeitsplätze in der Baubranche gesichert, sondern auch für das sozial leistbare Wohnen ein bedeutender Beitrag geleistet. Als nächstes gilt es jetzt unbedingt, die Finanzierung des Wohnbaus in Niederösterreich unabhängiger von Finanzmärkten und Banken zu gestalten und damit für die Zukunft abzusichern. Nur so bleibt auch für kommende Generationen gewährleistet, dass neue Wohnungen zu akzeptablen Konditionen errichtet werden können", so Leitner.

Als Konzeptvorlage für diesen neuen Weg in der Wohnbaufinanzierung soll der Landeswohnbaufonds des Bundeslandes Salzburg dienen. Dort ist es durch die Schaffung eines eigenen Fonds gelungen, die Bauleistung massiv zu steigern und die Mieten zu reduzieren. Die Finanzierung sämtlicher Förderungsmaßnahmen erfolgt in Salzburg ausschließlich durch die Gewährung von verzinslichen Förderungsdarlehen. Durch die Rückführung von Zinsen und Kapital für die gewährten Förderungsdarlehen stehen dem Landeswohnbaufonds neben den Ertragsanteilen jährlich wachsende Beträge zur Verfügung. "Als ich 2004 das Wohnbauressort übernahm, waren bereits 75 Prozent der Wohnbaumittel für die Schuldenrückzahlung verplant. Die Mieten waren zu hoch und waren deshalb für die Menschen kaum leistbar. Auch die Anzahl der geförderten Wohnungen war zu gering. Mein politisches Ziel war es daher, die Entschuldung durchzuführen, um eine langfristige Unabhängigkeit, eine Reduktion der Anzahl der Wohnungssuchenden, günstigere Mieten und eine Steigerung der Bautätigkeit im Bundesland Salzburg schaffen zu können", so LR Walter Blachfellner.

"Mit der Umstellung der Finanzierung wurde es nun möglich, dass im Jahr 2011 280 Millionen Euro investiert und 1.336 Wohnungen übergeben wurden. Seit Bestehen des Salzburger Landeswohnbaufonds wurden 4.000 Familien oder Einzelpersonen, die sonst keine Wohnung bekommen hätten, wohnlich versorgt. Der Salzburger Landeswohnbaufonds ist als Modell in dieser Form einzigartig. Der Fonds ist zudem der größte Arbeitgeber des Landes. Mit ihm werden rund 9.000 Arbeitsplätze in der heimischen Bauwirtschaft geschaffen bzw. gesichert. 2012 werden 305 Millionen Euro im Bereich der Wohnbauförderung im Bundesland Salzburg eingesetzt", so Blachfellner. "Das Salzburger Modell kann ein Vorbild für Niederösterreich sein, um leistbaren und günstigen Wohnraum anbieten zu können", so Leitner und Blachfellner abschließend.
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