- 19.01.2012, 14:11:55
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Amon: Neue Lehr- und Lernkultur durch modulare Oberstufe
ÖVP-Bildungssprecher: Bildungssystem wird positiv weiterentwickelt
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es gibt eine neue Lehr- und Lernkultur. Mit
der modularen Oberstufe entwickeln wir das Bildungssystem positiv
weiter, sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner
Amon MBA anlässlich der Debatte im Nationalrat. Kernmerkmal des
Modells ist die semesterweise Beurteilung in Kompetenzmodulen. "Diese
semesterweise Gliederung in Kompetenzmodule sorgt für eine
kontinuierliche Leistungserbringung der Schülerinnen und Schüler im
gesamten Schuljahr. Die neue Oberstufe bringt gleichzeitig eine
Verdichtung und Verbesserung der Lernatmosphäre durch die Einteilung
in Kompetenzmodule", hob der ÖVP-Abgeordnete hervor. Zudem gebe es
eine verbesserte Vorbereitung auf eine universitäre Ausbildung. Die
Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler soll verbessert
und der Unterricht individualisiert werden.
Die neue Oberstufe bringe sowohl für die Schüler und Schülerinnen als
auch für die Lehrer und Lehrerinnen zahlreiche Vorteile, verwies Amon
unter anderem auch auf das erweiterte Frühwarnsystem bei punktuellen
Leistungsschwächen, die individuelle Lernbegleitung und
Fördermaßnahmen sowie auf das Eingehen auf Interessen und Begabungen.
Alle positiv erbrachten Leistungen bleiben erhalten, nur negativ
Abgeschlossenes muss wiederholt werden. Die Semesterprüfung kann
maximal zweimal wiederholt werden. Ein Aufsteigen ist mit höchstens
zwei "Nicht Genügend", während der Oberstufe auch einmal mit drei
"Nicht Genügend" mit Beschluss der Klassenkonferenz möglich. Die
Schülerin oder der Schüler kann dadurch im Klassenverband bleiben.
Um zur Matura antreten zu können, muss allerdings jedes Modul positiv
absolviert worden sein, betonte der ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon.
Niemanden würde etwas geschenkt. Dem Leistungsgedanken werde Rechnung
getragen, das System sei sogar leistungsorientierter als heute.
Einzelne Unterrichtsgegenstände können auch vorgezogen werden, und
damit wird auch ein früherer Antritt zur Reife- bzw. Reife- und
Diplomprüfung im jeweiligen Fach ermöglicht.
Ab dem Schuljahr 2013/14 erfolgt das schrittweise Umstellen durch
Schulversuche. Die Schulen beantragen diese dabei selbst, das
Unterrichtsministerium genehmigt diese nach Prüfung der Erfüllung
qualitativer Kriterien und im Rahmen eines vorgegebenen
Mengengerüsts. Innerhalb von fünf Jahren sollen jährlich rund 160
Schulen umgestellt werden. Ab 1. September 2017 soll dann das Modell
der neuen Oberstufe für alle Schulen gelten. Im Vollausbau werden
185.000 Schülerinnen und Schüler von der neuen Oberstufe profitieren.
Die neue Oberstufe gilt für alle drei- bis fünfjährigen mittleren und
höheren Schulen ab der zehnten Schulstufe.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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