Amon: Neue Lehr- und Lernkultur durch modulare Oberstufe

ÖVP-Bildungssprecher: Bildungssystem wird positiv weiterentwickelt

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Es gibt eine neue Lehr- und Lernkultur. Mit
der modularen Oberstufe entwickeln wir das Bildungssystem positiv weiter, sagte heute, Donnerstag, ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon MBA anlässlich der Debatte im Nationalrat. Kernmerkmal des Modells ist die semesterweise Beurteilung in Kompetenzmodulen. "Diese semesterweise Gliederung in Kompetenzmodule sorgt für eine kontinuierliche Leistungserbringung der Schülerinnen und Schüler im gesamten Schuljahr. Die neue Oberstufe bringt gleichzeitig eine Verdichtung und Verbesserung der Lernatmosphäre durch die Einteilung in Kompetenzmodule", hob der ÖVP-Abgeordnete hervor. Zudem gebe es eine verbesserte Vorbereitung auf eine universitäre Ausbildung. Die Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler soll verbessert und der Unterricht individualisiert werden.

Die neue Oberstufe bringe sowohl für die Schüler und Schülerinnen als auch für die Lehrer und Lehrerinnen zahlreiche Vorteile, verwies Amon unter anderem auch auf das erweiterte Frühwarnsystem bei punktuellen Leistungsschwächen, die individuelle Lernbegleitung und Fördermaßnahmen sowie auf das Eingehen auf Interessen und Begabungen. Alle positiv erbrachten Leistungen bleiben erhalten, nur negativ Abgeschlossenes muss wiederholt werden. Die Semesterprüfung kann maximal zweimal wiederholt werden. Ein Aufsteigen ist mit höchstens zwei "Nicht Genügend", während der Oberstufe auch einmal mit drei "Nicht Genügend" mit Beschluss der Klassenkonferenz möglich. Die Schülerin oder der Schüler kann dadurch im Klassenverband bleiben.

Um zur Matura antreten zu können, muss allerdings jedes Modul positiv absolviert worden sein, betonte der ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon. Niemanden würde etwas geschenkt. Dem Leistungsgedanken werde Rechnung getragen, das System sei sogar leistungsorientierter als heute. Einzelne Unterrichtsgegenstände können auch vorgezogen werden, und damit wird auch ein früherer Antritt zur Reife- bzw. Reife- und Diplomprüfung im jeweiligen Fach ermöglicht.

Ab dem Schuljahr 2013/14 erfolgt das schrittweise Umstellen durch Schulversuche. Die Schulen beantragen diese dabei selbst, das Unterrichtsministerium genehmigt diese nach Prüfung der Erfüllung qualitativer Kriterien und im Rahmen eines vorgegebenen Mengengerüsts. Innerhalb von fünf Jahren sollen jährlich rund 160 Schulen umgestellt werden. Ab 1. September 2017 soll dann das Modell der neuen Oberstufe für alle Schulen gelten. Im Vollausbau werden 185.000 Schülerinnen und Schüler von der neuen Oberstufe profitieren. Die neue Oberstufe gilt für alle drei- bis fünfjährigen mittleren und höheren Schulen ab der zehnten Schulstufe.
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