Wirtschaft unterstützt nachhaltigen Umgang mit Ressourcen

WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser begrüßt Ressourceneffizienz-Aktionsplan von Minister Berlakovich - Ressourceneffizienz und Wettbewerbsfähigkeit gehören zusammen

Wien (OTS/PWK036) - Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) unterstützt den heute, Donnerstag, von Umweltminister Nikolaus Berlakovich unter dem Motto "Mit weniger mehr erreichen" vorgestellten neuen Ressourceneffizienz-Aktionsplan. Dessen erklärtes Ziel ist es, die österreichische Wirtschaftsentwicklung vom Ressourcenverbrauch absolut zu entkoppeln, indem die Ressourceneffizienz bis 2020 gegenüber dem Jahre 2008 um mindestens 50% gesteigert werden soll.

"Der vorgestellte Plan enthält sehr gute Ansätze und ist ein Schritt in die richtige Richtung", betont WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser. Das Ziel, einen effizienten, nachhaltigen Umgang mit knapper werdenden Ressourcen politisch zu fördern, werde von der österreichischen Wirtschaft mitgetragen. Mehr noch: "Die heimischen Unternehmen tragen schon seit Jahrzehnten mit innovativen Technologien und Produkten entscheidend zu einem immer effizienteren Einsatz natürlicher Ressourcen bei."

Die WKÖ-Generalsekretärin weist zudem darauf hin, dass Maßnahmen zur Ressourceneffizienz immer vor dem Hintergrund der Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen und europäischen Wirtschaft zu setzen seien. "Zieldefinitionen müssen auf das komplexe Zusammenspiel von Lebensstandard, Schutz- und Sicherheitsniveau von Produkten, ökologischen Auswirkungen und Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit eingehen. Dies ist ein äußerst schwieriger Spagat, den die Politik hier zu bewältigen hat."

Eine wichtige Voraussetzung für eine noch effizientere Ressourcennutzung in Österreich und Europa ist, dass die Stoffkreisläufe durch eine geeignete Weiterentwicklung der politischen Rahmenbedingungen gestärkt werden. Im heute vorgestellten Ressourceneffizienz-Aktionsplan sollte daher aus Sicht der Wirtschaft auch ein umfassendes Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft, zur Förderung von positiven Wirtschafts-Anreizen im Recycling oder der stofflichen Verwertung und für innovative Technologien zu finden sein. Diese Ansätze könnten aus der Sicht der Wirtschaft noch stärker im Plan integriert werden. Hochhauser: "Wir brauchen hier noch mehr Vorschläge für eine richtungsweisende Weichenstellung in der Abfallwirtschaft. Dazu gehören etwa Kriterien für das Ende der Abfalleigenschaft, die gewährleisten, dass sich qualitativ anspruchsvolle aus Abfällen gewonnene Rohstoffe auf dem Markt etablieren können. Die Bereiche Baurestmassen oder Altholz sind viel zu wenig - Abfall sollte analog der EU-Überlegungen stärker als Ressource betrachtet werden."

Der Ressourceneffizienz-Aktionsplan ist als langfristiger Prozess zu verstehen, bei dessen Umsetzung fortlaufend Akzente zur Verbesserung gesetzt werden können. Das greift die Wirtschaft gerne auf und wird sich auch in Zukunft im Sinne der Verbesserung der Ressourceneffizienz einbringen, so die WKÖ-Generalsekretärin abschließend. (PM)

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