Grüne Wien/Hebein zu Kinderheimen: Völlige Aufklärung und Hilfe statt parteipolitscher Abrechnung

ExpertInnen der Kommissionen sollen jetzt ohne Zurufe aus der Politik arbeiten

Wien (OTS) - Die FPÖ zerstört erneut die dringend notwendige Debatte über die Aufarbeitung der massiven Vorwürfe im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch in Wiener Heimen. Es braucht völlige Aufklärung und Hilfe statt parteipolitischer Abrechnung und mieser Unterstellungen", so die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein. "Der FPÖ geht es nicht um die Opfer der Missbrauchsfälle. Die FPÖ benützt die Opfer und will nur politisches Kleingeld aus den Schicksalen der Menschen schlagen", so Hebein.

Die Stadt Wien unterstützt die Aufklärung der Vorfälle in Wiener Kinderheimen. Eine Untersuchungskommission unter dem Vorsitz von Barbara Helige arbeitet an der Aufklärung der Vorfälle, bis 2012 sollen alle Einzelschicksale behandelt werden. Wien hat mit dem Weißen Ring eine unabhängige Institution zur psychologischen Betreuung und zur Abwicklung von finanziellen Entschädigungszahlungen betraut. Der Opferfonds wurde inzwischen auf 8,8 Millionen Euro angehoben. Eine Historikerkommision wird die Zustände der Heime aufarbeiten. Die ersten Ergebnisse werden im Frühjahr präsentiert, anschließend sollen diese politisch bewertet werden. "Bis dahin sollen die ExpertInnen ohne Zurufe aus der Politik in Ruhe arbeiten können", betont Hebein.

"Darüberhinaus ist es Aufgabe der Staatsanwaltschaft und nicht der FPÖ, die Täter von Kindesmissbrauch ausfindig zu machen und in Folge zur Verantwortung zu ziehen", so Hebein. Die Stadt Wien bereitet bereits eine Enquete mit ExpertInnen aus Traumaforschung, Forensik und Polizei vor, um die Frage der Verjährung im Straf- und Zivilrecht zu überprüfen.

"Die FPÖ ist vor allem durch die Forderungen nach Strafcamps und Schnupperhaft für Jugendliche sowie durch den Ruf nach mehr Disziplin aufgefallen. Damit stellt sich die FPÖ auf Seiten der schwarzen Pädagogik und der Stigmatisierung von Kindern und Jugendlichen. Fehler aus der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen", so Hebein abschließend.

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