Nationalrat - Mayer: Ethikunterricht steht "außer Streit"

Frage ist, wie soll er organisiert, gestaltet und finanziert werden

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer hat im
Nationalrat am Donnerstag darauf hingewiesen, dass im Regierungsübereinkommen vereinbart ist, das Thema "Ethikunterricht" zu regeln, nachdem nun die letzten Schulversuche in diesem Bereich ausgelaufen sind. Es stehe "außer Streit", dass es einen Ethikunterricht geben soll, so Mayer, die Frage sei, wie soll er organisiert, gestaltet und finanziert werden. ****

Zur Diskussion stünden im Prinzip derzeit zwei Alternativen, erklärte der SPÖ-Bildungssprecher. Entweder ein Auslaufen des Schulversuches ohne Ersatzmodell, was eine Fortsetzung des derzeitigen Konfessionsunterrichts für Schülerinnen und Schüler mit Glaubensbekenntnis mit der Möglichkeit, sich abzumelden, bedeuten würde. Oder ein Ethikunterricht als Pflichtfach für alle Schüler der Oberstufe mit der Möglichkeit eines Konfessionsunterrichts als zusätzliches Wahlfach. Außer Zweifel stehe, dass ein Ethikunterricht an Bedingungen geknüpft werden müsse, sagte Mayer.

Diese sind: Ethik muss als eigenes Lehramt eingerichtet werden. Ethikunterricht kann nicht von Religionslehrern unterrichtet werden -außer sie haben eine entsprechende Ausbildung. Die Lehrplanerstellung muss Aufgabe des Ministeriums ohne Einfluss von Glaubensgemeinschaften sein. "Das verlangt auch das weltanschauliche Neutralitätsgebot des Staates", sagte Mayer. Bevor in diesem Bereich nächste Schritte gesetzt werden, müsse aber geklärt werden, was diese kosten würden und wie bzw. von wem sie finanziert werden können. (Schluss) pl/sv

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