Kinderfreunde: Kinderrechte bleiben auf der langen Bank

Die Österreichischen Kinderfreunde und Roten Falken unterstreichen die Kritik des Netzwerks Kinderrechte und fordern Maßnahmen zur Umsetzung und Bekanntmachung.

Wien (OTS) - "Vor einem Jahr wurde das Bundesverfassungsgesetz Kinderrechte beschlossen, getan hat sich aber bisher nicht mehr viel", ärgert sich Jürgen Wutzlhofer, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde. In Österreich würden jeden Tag die Kinderrechte verletzt: "Integrierte Familien werden abgeschoben, Kinder sitzen in Schubhaft, aber auch unser Bildungssystem bietet nicht allen Kindern die Chancen, auf die sie ein Recht hätten", zeigt sich Wutzlhofer enttäuscht. Es müsse vor allem auf struktureller Ebene Relevanz für das Thema erarbeitet werden.

Bereits im April 2011 hatten die Kinderfreunde bei einer Fachtagung zum Thema "Kinderrechte in der Bundesverfassung" einen Forderungskatalog erarbeitet, der dem Gesetzesmonitoring eine zentrale Rolle einräumt. "Wenn man ein Gesetz beschließt und sich dann nicht mehr damit beschäftigt, welche Auswirkungen es hat, dann kommt das einem Begräbnis erster Klasse gleich", so Wutzlhofer. Es sei daher unerlässlich, dass Organisationen wie die Kinderfreunde und die anderen Mitgliedsorganisationen des Netzwerks Kinderrechte hartnäckig bleiben und weiter für die Umsetzung der Kinderrechte in Österreich eintreten. "Von staatlicher Seite braucht es jetzt Maßnahmen, um das Gesetz mit Leben zu erfüllen und für Kinder und Jugendliche erlebbar zu machen. Wir werden so lange lästig bleiben, bis das erreicht ist.", so Wutzlhofer abschließend.

Der Forderungskatalog der Kinderfreunde ist unter www.kinderfreunde.at/kinderrechte online abrufbar.

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