Köstinger: Schluss mit Lebensmitteln im Abfall!

EU-Parlament fordert konkrete Maßnahmen zur Eindämmung von Nahrungsmittelverschwendung

Brüssel, 19. Jänner 2012 (OTS) Zu viele Lebensmittel
landen in der EU jeden Tag im Abfall. "Mit dieser
Verschwendung von Nahrungsmitteln muss Schluss sein. Die
ethischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen
Fragen dieser Vergeudung dürfen nicht länger ignoriert
werden. Die Weltbevölkerung wächst stetig. Die Lebensmittelnachfrage steigt. Und gleichzeitig landen in
den EU-Mitgliedstaaten jährlich ca. 89 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall", so Elisabeth Köstinger,
Agrarsprecherin der ÖVP im EU-Parlament zum heute
beschlossenen Maßnahmenkatalog gegen
Lebensmittelverschwendung in der EU. ****

"Es ist völlig unverantwortlich, dass 30 Prozent
unserer Lebensmittel - teilweise ungeöffnet - in den
Abfall wandern! Jeder EU-Bürger wirft pro Jahr etwa 179
kg Nahrungsmittel weg, die noch zum Verzehr geeignet
wären. Bereits ein Viertel aller verschwendeten
Lebensmittel würden ausreichen, um die Milliarde
hungernder Menschen in der Welt zu ernähren. Hier besteht dringender Handlungsbedarf", betont Köstinger.

Deshalb fordert das EU-Parlament Maßnahmen zur
Eindämmung der Lebensmittelverschwendung sowohl auf der
Seite der Konsumenten als auch beim Handel. "Gezielte,
aufrüttelnde Kampagnen müssen den Konsumentinnen und
Konsumenten diese Verschwendung ins Bewusstsein rufen",
fordert Köstinger und setzt voraus, dass die Verbrauchergewohnheiten besser analysiert und auf die
Neuzeit angepasst werden. "Für den Handel gibt es
konkretere Vorschläge. Zum Beispiel könnte es
verschiedenen Verpackungsgrößen - etwa für
Singlehaushalte - geben und das Mindesthaltbarkeitsdatum
sollte überdacht werden. Ich könnte mir ein doppeltes Verfallsdatum - eins für den Handel und eins für den
Verzehr - vorstellen", so Köstinger. "Zu oft werden
Lebensmittel, die noch völlig genießbar sind, vernichtet
noch bevor sie ins Regal kommen. Daran sind auch die
teils zu einschränkenden, alten Vorschriften für den
Handel schuld. Frühere Verordnungen müssen dringend unter
die Lupe genommen werden", so Köstinger abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Elisabeth Köstinger, MEP, Tel.: +32-2-284-
5211 elisabeth.koestinger@europarl.europa.eu
Daniel Köster M.A., EVP Pressedienst, Tel.: +32-487-
384784 daniel.koster@europarl.europa.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0003