Seeber als Umweltsprecher der EVP im EU-Parlament bestätigt

Weiterer Österreicher in Schlüsselfunktion in der Europäischen Volkspartei

Straßburg 19. Jänner 2012 (OTS) Der österreichische EU-Abgeordnete Richard Seeber ist am gestrigen Abend bei
internen Wahlen der Europäischen Volkspartei (EVP) im Amt
des Umweltsprechers der Fraktion der EVP im EU-Parlament
bestätigt worden. Damit koordiniert der Tiroler ÖVP-
Mandatar die Gesetzgebungsarbeit für die
gesamteuropäische VP im mächtigen Umweltausschuss des EU-Parlaments. Dort werden die EU-Gesetze zur Reinhaltung
von Luft, Boden und Wasser, Klimaschutz- und
Energiesparmaßnahmen, Abfallrecycling und auch
kontroverse Maßnahmen wie etwa der CO2-Emissionshandel
behandelt. ****

Seeber freut sich über die erneute Wahl und erklärt:
"Die Umwelt- und Klimapolitik stellt neben den
wirtschaftlichen Problemen eine der größten
Herausforderungen für die Zukunft Europas dar. Ich möchte
mich dafür einsetzen, dass die führende Rolle Europas und Österreichs auf dem Gebiet der Umwelt- und Klimapolitik
weiter ausgebaut wird." Umweltpolitik sei längst nicht
mehr wirtschaftsfeindlich, sondern erzeuge mittlerweile "Investitionsmöglichkeiten und Arbeitsplätze für die
Zukunft, die die europäische Wettbewerbsfähigkeit
stärken. Wir wollen unseren Planeten auch für die
nächsten Generationen lebenswert machen", so Seeber. Ein
besonderes Anliegen sind ihm die Erhaltung der
Biodiversität und das Entstehen einer umfassenden
Wasserpolitik der EU. "Das EU-Parlament als Bürgerkammer
wird auch in Zukunft ein verlässlicher Partner der
europäischen Wirtschaft und der NGOs sein, um gemeinsam
eine zukunftsfähige Umweltpolitik zu gestalten", so
Seeber nach der gestrigen Wahl.

Seeber, der seit 2004 EU-Abgeordneter ist, wurde 2009
erstmals zum Umweltsprecher der EVP gewählt und nun in
diesem Amt wiederbestätigt. Gleichzeitig ist er auch
Vorsitzender der sogenannten "Intergruppe Wasser", einer parteiübergreifenden parlamentarischen Arbeitsgruppe zur Einführung einer umfassenden EU-Wasserpolitik. Anders als
in den meisten nationalen Parlamenten, in denen die
Abgeordneten nur einen verschwindend geringen Prozentsatz
der Gesetzesvorlagen abändern, überarbeit das Europäische Parlament 95 Prozent der Gesetzesvorschläge der EU-
Kommission. Der Löwenanteil der Detailarbeit wird in den
insgesamt 22 Fachausschüssen des Parlaments gemacht. Die Bereichssprecher der Europäischen Parteien koordinieren
die Arbeit der Parlamentsfraktionen in den Ausschüssen.
Im jeweiligen Fachbereich verhandeln sie die politischen
Positionen sowohl nach innen unter den eigenen
Abgeordneten als auch mit den anderen Parteien. Allein im Umweltausschuss werden über 50 Prozent der im sogenannten Mitentscheidungsverfahren entschiedenen EU-Gesetze
behandelt.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Richard Seeber, MEP, Tel.: +32-2-284-5468
(richard.seeber@europarl.europa.eu)
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-
384784 (daniel.koster@europarl.europa.eu)

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