Greenpeace: Bulgarien verbietet Schiefergasförderung

Nach Frankreich jetzt zweiter Staat mit Verbot - Österreich muss nachziehen

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßt die Entscheidung des bulgarischen Parlaments, die Förderung von Schiefergas zu verbieten. Auslöser für das Verbot ist der große Widerstand in der Bevölkerung gegen die Pläne von Chevron, im Nordosten Bulgariens nach Schiefergas zu bohren. Vor allem die Angst um die größte Trinkwasserreserve Südosteuropas führte zu den anhaltenden Protesten. Chevrons Pläne wurden zu einem großen Thema im bulgarischen Wahlkampf, was gestern zum Beschluss eines Verbots für Schiefergasförderung führte.

Das Problem bei der Förderung von Schiefergas ist, dass große Mengen Wasser und Chemikalien gebraucht werden und die Gefahr der Verschmutzung von Boden und Wasser sehr groß ist. Die in den USA gemachten Erfahrungen führten weltweit zu Protesten. Nach Frankreich ist Bulgarien schon der zweite Staat, der die Förderung von Schiefergas gänzlich untersagt. In Großbritannien, den Niederlanden, in Nordrhein-Westfalen und in Teilen der Schweiz besteht ein Moratorium.

In Österreich will die OMV nun im nördlichen Weinviertel nach Schiefergas bohren. Auch hier ist der Widerstand groß und Greenpeace fordert ein Verbot für die Schiefergasförderung, womit auch die bestehenden Pläne gestoppt würden. "Experimente auf Kosten unserer Umwelt und unserer Gesundheit sind indiskutabel", kritisiert Greenpeace-Energiesprecher Jurrien Westerhof. "Österreich muss dem bulgarischen Beispiel folgen und die Förderung von Schiefergas verbieten."

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