FPÖ-Mölzer: EU-Ölsanktionen gegen den Iran wären wenig zielführend

Energiehungriges China könnte Ölsanktionen zu Nullsummenspiel machen - EU muss angesichts wiederholter Kriegsdrohungen auf beide Seiten mäßigend einwirken

Wien (OTS) - Ölsanktionen der Europäischen Union seien wenig sinnvoll, meldete sich heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zur laufenden Diskussion bezüglich einer Verschärfung der Sanktionen gegen den Iran zu Wort. "Ob damit Teheran von seinem zweifelhaften Atomprogramm abgehalten werden kann, ist mehr als zweifelhaft. Außerdem würden Sanktionen, wie das Beispiel des Irak unter Saddam Hussein zeigt, vor allem die Zivilbevölkerung treffen", gab Mölzer zu bedenken.

Zudem sei davon auszugehen, so das freiheitliche Mitglied des außenpolitischen Ausschusses des Europäischen Parlaments, dass mittelfristig China die durch EU-Ölsanktionen verursachten Verluste des Iran kompensieren könne. "Somit würden EU-Ölsanktionen gegen Teheran ein Nullsummenspiel werden, mit dem Ergebnis, dass die Europäische Union noch stärker als bisher als Helfershelfer der USA wahrgenommen würde", erklärte Mölzer.

Anstatt die Befehle aus Washington auszuführen, müsse Brüssel in der Frage des iranischen Atomprogramms eine eigenständige Linie entwickeln, forderte der freiheitliche EU-Mandatar. "Das bedeutet vor allem, dass die Europäische Union angesichts der im Raum stehenden Kriegsdrohungen vermittelnd und auf beide Parteien mäßigend einwirken muss. Zudem müsse das Ziel der Europäischen Union nicht nur ein atomwaffenfreier Iran, sondern ein atomwaffenfreier Naher Osten sein", schloss Mölzer.

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