ÖH: Widerstand gegen StEOP formiert sich

Studierende leiden massiv unter Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP)

Wien (OTS) - Die ÖH hat letzte Woche Studierende dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen mit der StEOP mitzuteilen. Studierende können uns via E-Mail und ÖH-Homepage ihre Erfahrungen schildern - das hat mittlerweile schon eine große Anzahl getan. "Es gibt auch eine Facebook-Gruppe, auf der sich Studierende untereinander ihre Probleme schildern und sich organisieren - schon am zweiten Tag hatte die Gruppe über 1000 Mitglieder. Es wurde sehr schnell deutlich, wie viele Studierende gerade dringend die Möglichkeit brauchen, sich über ihre Lage auszutauschen. Es herrscht Verzweiflung, Verständnislosigkeit, Frustration und Enttäuschung über das Hochschulsystem, von dem sich viele mehr erwartet hätten. Die StEOP erschwert jungen, motivierten Menschen das Studium und vor allem den Einstieg in einen wichtigen Lebensabschnitt. Mit Orientierung oder Überblick hat die StEOP leider oft gar nichts zu tun. Die Studierenden sind empört und wollen sich das nicht gefallen lassen -wir werden sie bei ihrem Protest klarerweise unterstützen", verspricht Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam.

"Die StEOP wurde an den einzelnen Universitäten sehr unterschiedlich umgesetzt - Lehramtsstudierende hat es beispielsweise besonders hart getroffen. Meist ist es den StudierendenvertreterInnen gelungen, einen dritten Prüfungsantritt im Senat durchzusetzen. An der größten Uni - der Uni Wien - wehrt sich der Senat jedoch hartnäckig gegen die Argumente der Studierenden", erklärt Martin Schott vom ÖH Vorsitzteam. "Wer die Knock-Out Prüfungen am Anfang des Studiums beim zweiten Antritt nicht besteht, ist lebenslang für das jeweilige Studium gesperrt. Nervosität und Stress stehen in einer solchen Situation klarerweise an der Tagesordnung."

"Mittlerweile ist uns allen klar geworden, dass es sich bei der STEOP um Knock-Out-Prüfungen oder Ratespielchen handelt, die in diesem Ausmaß weder fair noch angebracht sind" - so ein Student. "Die Studierenden empören sich völlig zu Recht. Es ist unfassbar, dass ein falsches Kreuz auf einem Antwortbogen über ihre Zukunft entscheiden soll. Den Studierenden wird schon vor Beginn des eigentlichen Studiums, die Freude am Studieren genommen. Jetzt schon stehen einige vor einem "Scherbenhaufen", weil sie den zweiten Prüfungsantritt ihres gewählten Studiums nicht geschafft haben. Minister Töchterle, Ministerin Schmied, Ministerin Fekter - können bzw. wollen Sie das verantworten", fragt Angelika Gruber vom Vorsitzteam der ÖH. "Es ist Ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Unis genügend finanzielle und personelle Ressourcen haben, um jungen Menschen das Studium zu ermöglichen anstatt sie von Anfang an im Regen stehen zu lassen."

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
sara.scheiflinger@oeh.ac.at; http://www.oeh.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NHO0001