Tierversuchsverbot für Kosmetika in Gefahr

VIER PFOTEN fordert: Keine Ausnahmen beim EU-Verkaufsstopp

Wien (OTS) - Seit Jahren warten Tierschützer auf ein EU-Verkaufsverbot für Kosmetik, die an Tieren getestet wurde. Erst ab 2013 soll das Verbot in Kraft treten. Doch wie jetzt bekannt wurde, plant die Europäische Kommission eine Ausnahmeregelung. Nach Informationen, die der international tätigen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN vorliegen, sollen einige Tests "unter bestimmten Umständen" weiterhin erlaubt sein. Nämlich dann, wenn für die Tierversuche bis 2013 keine alternativen Testmethoden existieren. Seit dem 11. März 2009 sind Tierversuche für Kosmetikprodukte in der EU verboten. Es wäre daher nur konsequent, den Verkauf von im Ausland getesteten Produkten ebenfalls zu stoppen. VIER PFOTEN fordert die EU-Kommission dazu auf, jegliche Ausnahmeregelungen für das Verkaufsverbot zu streichen.

"Die EU-Kommission darf nicht unter dem Druck der Industrie einknicken. Anderenfalls wäre das Verkaufsverbot eine Farce", sagt Helmut Dungler, Geschäftsführer von VIER PFOTEN. "Die überwältigende Mehrheit der EU-Bürger spricht sich gegen Tierversuche für Kosmetikprodukte aus. Wir haben lange genug darauf gewartet, dass diese grausamen Produkte endlich aus den Regalen verschwinden!"

VIER PFOTEN ist überzeugt, dass eine Ausnahmeregelung inakzeptabel und unnötig ist. Diese würde weiteres Leid und Elend für Labortiere bedeuten, obwohl es bereits tausende von sicheren und effektiven kosmetischen Inhaltsstoffen gibt. "Das komplette Verkaufsverbot von in Tierversuchen getesteten Kosmetika muss 2013 in Kraft treten wie geplant. Es darf keine weiteren Ausflüchte mehr geben", so Dungler abschließend.

Weitere Informationen auf www.vier-pfoten.at im Bereich Kampagnen / Labortiere.

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