AK Tirol weist falsche und irreführende Behauptungen der Sparte Banken und Versicherung in der WK Tirol aufs Schärfste zurück

Klarstellung der AK Tirol auf die entgeltliche Einschaltung der Wirtschaftskammer Tirol - Sparte Banken und Versicherung - in der Tiroler Tageszeitung vom 18. Jänner 2012.

Innsbruck (OTS) - Dass die WK-Bankenvertreter jetzt den Konsumentenschützern die Schuld an der aktuellen Misere bei den Fremdwährungskrediten zuschanzen wollen, ist unerhört und wird von den AK-Konsumentenschützern auf das Schärfste zurückgewiesen. Vielmehr sollten sich die Banken um ihre Kreditnehmer kümmern, anstatt andere Schuldige zu suchen. Zu erinnern ist, dass es Banken und Finanzvermittler waren, die Fremdwährungskredite ursprünglich massiv beworben und vermittelt haben und damit vielfach auch gutes Geld verdient haben. Eine mögliche Beraterhaftung der Banken bzw. Kreditvermittler ist daher in jedem Einzelfall zu prüfen und man darf gespannt sein, ob die Bankkunden in allen Fällen vollständig über alle Risiken einer Fremdwährungsfinanzierung aufgeklärt wurden oder vielmehr nur die Vorteile einer solchen Finanzierung dargestellt wurden.
Die Bankenvertreter und ihr Obmann in der Wirtschaftskammer Tirol, Gerhard Schwaiger, haben die jüngsten gerichtliche Niederlagen zu unzulässigen Vertragsklauseln in Fremdwährungskreditverträgen offenbar nicht verdaut. Nun wird versucht, mit bezahlten entgeltlichen Einschaltungen abermals skandalöse und unwahre Behauptungen zu verbreiten und vom eigenen Fehlverhalten bei der Kreditvergabe von Fremdwährungskrediten abzulenken.
Die AK hält fest:
Die AK-Konsumentenschützer haben zu keinem Zeitpunkt Empfehlungen an Kreditnehmer abgegeben, ob man in der Fremdwährung bleiben soll oder eine Konvertierung durchführen soll. Eine generelle Empfehlung ist aufgrund der Unterschiede in den konkreten Verhältnissen der jeweiligen Kreditnehmer (Bonität des Kreditnehmers; Besicherung der Bank, Werthaltigkeit bzw. Prognose des Tilgungsträgers, Laufzeit des Kredites etc.) auch gar nicht möglich.
Die AK Tirol hat sich jedoch in Vertretung hunderter verunsicherter Kreditnehmer sehr erfolgreich gegen unzulässige Klauseln in den Geschäftsbedingungen der Banken gewehrt, womit seitens der Banken immer wieder versucht wurde, Kreditnehmer massiv unter Druck zu setzen, erhöhte Kosten für die Refinanzierung zu tragen oder innerhalb kürzester Fristen neue Sicherheiten (beispielsweise über Euro 90.000 innerhalb von 14 Tagen!) "herbeizuzaubern", andernfalls eine Konvertierung oder gar Vertragskündigung der Bank erfolgen würde.
Somit hat die AK Tirol gerade in jüngster Zeit große Erfolge gegen rechtlich unzulässige Klauseln in Kreditverträgen von Banken erzielt, auf die sich Banken vielfach gestützt haben, um das Risiko Fremdwährungskredit einseitig auf ihre Kreditnehmer abzuwälzen. Es geht vor allem um die Entscheidungsfreiheit jedes einzelnen Kreditnehmers und um Rechtssicherheit für alle Beteiligten.

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