WKR-Ball - Darabos kritisiert UNESCO

"Rechtsextremes Stelldichein ist nicht österreichisches Kulturerbe"

Wien (OTS/SK) - Deutliche Kritik an der UNESCO übt Verteidigungsminister Norbert Darabos für deren Entscheidung, die den WKR-Ball zum immateriellen Kulturerbe erklärt hat. "Ein Ball, auf dem sich Jahr für Jahr international bekannte Rechtsextreme die Klinke in die Hand geben, hat aus meiner Sicht nichts mit österreichischem Kulturerbe zu tun", sagte Darabos am Mittwoch im Gespräch mit dem SPÖ-Pressedienst. "Im Gegenteil", so Darabos, "die Wiener Ballsaison käme auch gut ohne dieses rechtsextreme Stelldichein aus". ****

"Von einer Organisation wie der UNESCO erwarte ich mir deutlich mehr Sorgfalt und Sensibilität bei derartigen Entscheidungen", so Darabos. Dem zuständigen UNESCO-Fachbeirat, der sich laut Angaben der Nationalagentur für das Immaterielle Kulturerbe der Österreichischen UNESCO Ende März erneut mit der Thematik befassen wird, empfiehlt Darabos einen Blick auf die Gästeliste des WKR-Balls zu werfen.

Neben mehreren Vertretern der unbestritten rechtsextremen deutschen NPD war auch der Fraktionsvorsitzende des Vlaams Belang, Filip Dewinter, Gast der Veranstaltung. Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW) beurteilt die Studentenverbindungen, die im WKR zusammengeschlossen sind, als dem deutschnationalen bis rechtsextremen Milieu entstammend. Die Mitglieder rechtsextremer Burschenschafter seien dabei tonangebend. (Schluss) tt/mp

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