Kogler: Rabl Stadler soll den Ruf der Festspiele nicht beschädigen

Salzburger Festspiele dürfen kein Privilegienstadel bleiben

Wien (OTS) - Werner Kogler, stv. Klubobmann der Grünen und Vorsitzender des RH-Ausschusses, forderte heute die Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler auf, bei ihren zu erwartenden Stellungnahmen zum vernichtenden Rechnungshofbericht den Ruf der Festspiele und der Republik nicht weiter zu beschädigen: "Es ist nie zu spät zu Einsicht und Umkehr!"

Die originelle Form der Salzburger Festspiele und insbesondere ihrer Präsidentin mit Kritik umzugehen, muss ein Ende haben, so Kogler:
"Ich möchte Frau Rabl-Stadler daran erinnern, dass laut Verfassung der Rechnungshof die Festspiele prüft und nicht die Festspiele den Rechnungshof." Die Anregungen und Kritikpunkte des RH sind ernst zu nehmen und müssen schleunigst umgesetzt werden. Rabl-Stadler erweist den Festspielen einen schlechten Dienst, wenn sie darauf beharrt, dass für die Festspiele andere Regeln zu gelten haben als für alle anderen Kultureinrichtungen.

Die Festspiele dürfen kein Privilegienstadel sein. Das gilt auch für die Praxis, Amtsträger, insbesondere PolitikerInnen, mit Gratiskarten zu versorgen. Die Salzburger Festspiele dürfen nicht zu einer Veranstaltung für Networking und Geschäftsanbahnungen mit angeschlossenem Kulturbetrieb verkommen. Rabl-Stadler verteidigt gerade diese Fehlentwicklungen vehement. Kogler: "Wir haben noch nicht vergessen, dass Frau Rabl-Stadler 2008 lautstark und erfolgreich für die Abschaffung des eben eingeführten Anfütterungsverbots lobbyiert hat. Unter anderem für diese Aufweichung der Korruptionsgesetzgebung hat Österreich von der OECD das zweifelhafte Prädikat 'Korruptionsoase' verliehen bekommen". Auch im jüngsten Bericht von GRECO (Gruppe Europäischer Staaten gegen Korruption) wird genau diese Aufweichung kritisiert.

All das spricht dafür, dass sich Frau Präsidentin Rabl-Stadler wieder besinnt und ihre Haltung gegenüber dem Rechnungshof, eines obersten Organs der Republik und des Nationalrats, ändert.

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