Ungarischer Staatssekretär in NEWS: "Österreichs Banken tragen Mitschuld an Ungarns Lage"

Ungarischer Staatssekretär wirft ihnen "unmoralisches Handeln" vor

Wien (OTS) - In der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS erhebt Ungarns stellvertretender Staatssekretär im Außenministerium, Gergely Pröhle, schwere Vorwürfe gegen heimische Banken. "Was Fremdwährungskredite anbelangt tragen diese selbstverständlich eine Mitschuld an Ungarns Lage." Wörtlich spricht er im Interview mit NEWS von einem "unmoralischen Angebot", das die heimische Banken in den vergangenen Jahren den Ungarn gemacht hätten.

Die kritische Medienberichterstattung in Österreich über das am Rande des Staatsbankrotts stehende Ungarn sei, laut Pröhle, auch mit der Rolle der heimischen Banken erklärbar. Im Videomitschnitt des NEWS-Interviews sagt der Deutsch sprechende Stellvertretende Staatssekretär wörtlich: "Dass in Österreich solche Meinungen ("Ramsch-Ungarn" und ähnliches) hörbar sind, ist wahrscheinlich damit zu erklären, dass die österreichischen Banken, die bekanntlich großen Einfluss auf die österreichische Presse haben, etwas aufgebracht sind, weil jetzt nicht mehr so furchtbar viel Geld bei uns zu verdienen ist wie in den letzten 15 Jahren."

Die europaweite Kritik an der Politik des ungarischen Premiers Viktor Orbán erklärt sich Pröhle mit der Schwäche der Opposition. Diese "habe keine andere Möglichkeit als durch die internationale Presse und das EU-Parlament von außen Druck auf Ungarn auszuüben." Pröhle gesteht aber ein, dass die Regierung, der er angehört, innerhalb kurzer Zeit "viele Interessen verletzt hat - vielleicht zu viele auf einmal."

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