Scheele: Sozialmedizinische Dienste leisten wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung

4000 MitarbeiterInnen in 191 Stationen leisten jährlich 3,5 Millionen Einsatzstunden in NÖ

St. Pölten (OTS/SPI) - Unsere Gesellschaft wird immer älter. In Niederösterreich leben zurzeit etwa 1,6 Millionen EinwohnerInnen und davon sind mittlerweile fast ein Viertel über 60 Jahre alt. Der Pflegebedarf steigt von Jahr zu Jahr. Umso wichtiger ist das flächendeckende Angebot der sozialmedizinischen und sozialen Betreuungsdienste in Niederösterreich. Die zuständige Soziallandesrätin Mag.a Karin Scheele erklärt: "Kranken und pflegebedürftigen Menschen ist es wichtig, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben zu können. Gleichzeitig zwingt uns der Spardruck im Bereich der Krankenhäuser und Pflegeheime die stationären Aufenthalte so weit als möglich zu reduzieren. Die Wichtigkeit der Betreuungsdienste von Hilfswerk, Service Mensch GmbH der Volkshilfe, der Caritas und des Roten Kreuzes lassen sich auch anhand der kontinuierlich steigenden Einsatzstunden und der Anzahl der betreuten Menschen deutlich ablesen."

Diese Statistik spricht Bände: Insgesamt arbeiten derzeit in 191 Sozialstationen 4.059 Personen, davon 973 Diplomierte Gesundheits-und KrankenpflegerInnen. Die Zahl der betreuten Personen und die Einsatzstunden der Betreuungsdienste steigen kontinuierlich an. Die Anzahl der zu Pflegenden erhöhte sich in den letzten drei Jahren um 1700 Personen auf mittlerweile 15.697 pflegebedürftige Menschen in Niederösterreich. Die dafür benötigte Arbeitszeit stieg im gleichen Zeitraum um mehr als 200.000 Stunden, auf 3.593.186 an. Für 2012 geht die Hochrechung des Landes, so Landesrätin Karin Scheele, von einer neuerlichen Steigerung von 150.000 Stunden gegenüber 2011 aus.

Eine enorme Arbeitsleistungen, für die sich Soziallandesrätin Scheele bedanken möchte: "Wir wissen welch hohen Belastungen die Kranken- und Pflegeberufe tagtäglich ausgesetzt sind. Es ist eine körperlich und psychisch sehr schwere Aufgabe, die von hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausgeführt, aber in unserer Gesellschaft noch immer nicht entsprechend gewürdigt wird. Daher möchte ich allen Beteiligten, unseren Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, den FachbetreuerInnen der Altenarbeit, den Pflege-, Heim- und FamilienhelferInnen sowie unseren mobilen TherapeutInnen, meinen herzlichen Dank aussprechen!"

Dienste, die nach Scheele, viel wert sind und für die es genügend Mittel aufzustellen gilt: "Im Jahr 2012 wird von Gesamtkosten für die sozialmedizinischen und sozialen Betreuungsdienste in Niederösterreich von etwa 135.900.000 Euro ausgegangen." Neben den Eigenleistungen der HilfebezieherInnen, den Beiträgen der NÖ Gebietskrankenkasse, diverser Drittmittel von Gemeinden, Arbetismarktservice und Spenden kommen vor allem das Land Niederösterreich und der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) für die Kosten auf. So stehen aus den Mitteln der NÖ Sozialhilfe 2012 etwa 46 Millionen Euro zur Verfügung. Der beantragte Beitrag des NÖGUS beläuft sich nächstes Jahr auf 29 Millionen Euro.

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Christoph Ertl
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