ANSCHOBER: Mehrwegflasche - leider nur mehr ein

Minderheitenprogramm - Umweltminister muss endlich handeln! - Studie bestätigt: Mehrwegsysteme gesamtwirtschaftlich sinnvoll

Linz (OTS) - Die Fakten sind eindeutig: Mehrwegflaschen vermeiden nicht nur Abfall, sondern sparen auch Energie, Rohstoffe, schützen unser Klima, sichern Arbeitsplätze in Handel und Getränkewirtschaft. Eine heute von den Abfallwirtschaftsverbänden erstmals in Österreich vorgestellte Studie von Pricewaterhouse Coopers im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe bestätigt dies eindrucksvoll und zeigt, dass eine Förderung effizient funktionierender Mehrwegsysteme gesamtwirtschaftlich sinnvoll ist.

In Österreich hat jedoch der Versuch, auf eine freiwillige Selbstverpflichtung des Handels zu setzen, eindeutig in die Sackgasse geführt:
In den letzten 20 Jahren ist der Anteil von Mehrwegflaschen in Österreich dramatisch gesunken: waren 1994 noch 96 Prozent der Mineralwässer in Mehrwegflaschen verfügbar, so sank der Anteil mittlerweile auf 16 Prozent. Bei Limonaden beträgt der Mehrweganteil nur mehr rd. 11 Prozent. Und der gesamte Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen ist auf rund 18s Prozent zurückgegangen. Nur bei Bier ist der Anteil von Mehrweg mit 70 Prozent nach wie vor sehr hoch.

Landesrat Anschober: "Alle gesetzlichen Regelungen zur Förderung von Mehrwegsystemen wurden in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt außer Kraft gesetzt. Es braucht endlich verbindliche Rahmenbedingungen auf Bundesebene für den Erhalt und Ausbau von Mehrwegsystemen inklusive konkreter und sanktionierbarer Ziele. Die Landesumweltreferentenkonferenz hat bereits mehrfach den Umweltminister dazu aufgefordert verbindliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Doch bisher ist Minister Berlakovich, der als Landesumweltreferent die Beschlüsse seinerzeit mitgetragen hat, nach wie vor säumig. Das vom Umweltministerium erarbeitete Öko-Bonus wäre ein Schritt in die richtige Richtung, offensichtlich kann sich BM Berlakovich hier aber nicht gegen die Wirtschaft durchsetzen."

LR Anschober abschließend: "Es ist höchste Zeit, dass Umweltminister Berlakovich endlich handelt, die Zuständigkeit liegt hier klar auf Bundesebene."

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