Brunner: Berlakovich will trotz alarmierender Treibhausgasbilanz keine Maßnahmen zur CO2-Reduktion setzen

Krise nutzen, um auf Klimaschutzkurs zu kommen

Wien (OTS) - "Minister Berlakovich will ein 'CO2-Sparpaket', aber
er kann oder will keine einzige konkrete Maßnahme nennen, mit der CO2 eingespart werden soll", kritisiert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen, das heutige Interview des Ministers im Ö1-Mittagsjournal. Berlakovich redet wieder nur in Worthülsen wie "Paket schnüren", "Arbeitsgruppen arbeiten".
"Einen konkreten Vorschlag, mit dem auch nur ein einziges Gramm CO2 eingespart werden soll, bleibt er aber trotz Nachfrage schuldig", kritisiert Brunner und weiter: "Im Gegenteil, er spricht sich sogar explizit gegen ein klimafreundliches Umsteuern mittels ökologischer Steuerreform aus und konterkariert damit sogar aktuelle Aussagen seiner Ministerkollegin Fekter."

"Berlakovich legt eine unfassbare und fahrlässige Gestaltungsverweigerung an den Tag. Warum will er nicht arbeiten?", fragt Brunner und fordert: "Wir müssen jetzt die Krise nutzen, um gegenzusteuern. Die gegenwärtige Budgetdiskussion ist eine Riesenchance für eine Weichenstellung in Richtung zukunftsfähiges, klimafreundliches Wirtschaftsmodell. Jetzt heißt es klimafreundlich sparen und klimafreundlich investieren. Die grüne Energiewende ist wirtschaftlich eine Riesenchance für Österreich: Unabhängigkeit von immer unsichereren Öl- und Gasmärkten, Milliardeneinsparungen bei Energieimportkosten, Klimaschutz, stabile Energiepreise und zehntausende Grüne Jobs."

Im Klartext heißt dies: sparen bei klimaschädlichen Subventionen, Autobahnprojekten, Steuerprivilegien für Auto- und LKW-Verkehr. "Allein die Abschaffung von Steuerprivilegien für Dienstwagen könnte einen dreistelligen Millionenbetrag ins Budget bringen. Investieren müssen wir in die Wohnbausanierung, die Entwicklung neuer energieeffizienter Prozesse und Werkstoffe in der Industrie, beim Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme in der Raumwärme, im Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel - das sind die Schlüsselbereiche für Energieeffizienz und außerdem die reinsten Jobmaschinen", meint Brunner.

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