BZÖ-Stiglmayr: Jugendwohlfahrt Gänserndorf missachtet Familiengerichtsverfahren

St.Pölten (OTS) - "Empört" reagiert heute der Bezirksobmann des BZÖ-Tulln und Vorstand vom Verein "Väter ohne Rechte", Martin Stiglmayr, auf den Freispruch des Landesgerichtes Korneuburg im Fall der wegen Amtsmissbrauch angeklagten Mitarbeiter der Jugendwohlfahrt Gänserndorf. "Mit diesem Urteil wird jedem Beamten, der sich gegen Kindeswohl und Kindesrechte verhält, ein Freibrief ausgestellt", so Stiglmayr.

Es stelle sich nun die Frage, wozu ein Familiengerichtsverfahren notwendig ist, wenn die Jugendwohlfahrt auf Bitten der Kindesmutter dieses sowieso missachtet. Die Behauptung, man habe einen Amtsmissbrauch "nicht wissentlich" begangen - respektive die Rechtfertigung man habe geglaubt, im Sinne des Kindeswohles zu agieren - genügt, um einen gültigen Gerichtsbeschluss aufzuheben", sagte Stiglmayr und weiter: "Das ist ein Skandal und ein weiterer Schritt zur Aushöhlung des Rechtsstaates. Einmal mehr zeigt sich, dass viele Jugendwohlfahrten sich in erster Linie um die Interessen der Mütter kümmern und nicht um die Rechte und das Wohl der Kinder".

In diesem Zusammenhang forderte Stiglmayr die Einführung eines einheitlichen Bundes-Jugendwohlfahrtsgesetzes und Sanktionen für Mitarbeiter von Justiz und Jugendwohlfahrt, die sich gegen Kindeswohl und Kinderrechte stellen. "Die Schutzbehauptung, man habe Unrecht "nicht wissentlich" gesetzt, muss strenger geprüft werden. Schließlich führen diese angeblich zum Wohle des Kindes gesetzten Taten zu massiven Eingriffen in deren Leben, in manchen Fällen sogar bis zum Tod", schloss Stiglmayr.

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