NÖGKK: 5-Jahres-Strategie "Integrierte Gesundheitsförderung"

St. Pölten (OTS) - 172 000 Besucher/innen haben bis dato die NÖGKK-Präventionsveranstaltungen besucht. Auf Basis der bisherigen Erfahrungen ist jetzt eine 5-Jahres-Strategie "Integrierte Gesundheitsförderung" erstellt und vom NÖGKK-Vorstand beschlossen worden. Mit im Beschluss: eine deutliche Erhöhung des Budgets um 60 Prozent. Erstmalig wurde auch ein Fünf-Jahres-Budget von 17 Mio. Euro beschlossen, damit kann die Nachhaltigkeit der Angebote gesichert werden. Die neue Strategie inklusive der konkreten Maßnahmenplanung für 2012 setzt auf eine Mischung gesundheitsfördernder und präventiver Angebote. Um eine optimale nachhaltige Wirkung zu erreichen, basieren die Präventions- und Gesundheitsförderungsprogramme auf dem neuesten wissenschaftlichen Forschungsstand und werden unter Bezugnahme der bisher gemachten Erfahrungen einerseits zielgruppenspezifisch, andererseits settingorientiert ausgerichtet. Insbesondere werden Geschlechts- und Altersunterschiede sowie der Bezug zum "Nationalen Aktionsplan Ernährung" (NapE) und zu den Handlungsschwerpunkten auf Sozialversicherungsebene berücksichtigt:
1. Lebensraum Betrieb/Betriebliche Gesundheitsförderung
2. Lebensraum Schule/"Gesunde Schule"
3. Ernährung, Bewegung, Sucht und psychische Gesundheit
4. Seniorinnen/Senioren
5. Soziale Ungleichheit
Dazu NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter: "Sozial Schwache haben nachweislich geringere Gesundheitschancen. Arbeitslosigkeit, Angst um den Job und vor allem Armut und Schulden sind dramatische Risikofaktoren für Krankheit." Laut vielen Studien haben Menschen mit geringem Einkommen und geringer Bildung ein bis zu doppelt so hohes Risiko zu erkranken oder vorzeitig zu sterben wie Menschen, die finanziell gut gestellt sind. Daher ist ein "Mehr" an Gesundheit neben einer optimalen Versorgung nur durch ausgeweitete, setting- und zielgruppenorientierte Gesundheitsförderung zu erreichen. Dennoch wird die NÖGKK immer wieder mit der Frage konfrontiert: Darf das eine Krankenkasse? Gerade in Zeiten enger Ressourcen?
Dazu stellt NÖGKK-Generaldirektor Mag. Jan Pazourek klar: "Die Gesundheitsförderung steht für die Krankenversicherung als Pflichtaufgabe im Gesetz. Daher ist es nicht nur legitim, sondern auch mit Blick in die Zukunft unumgänglich notwendig, dafür Geld in die Hand zu nehmen: Wir werden älter, die Medizin immer besser aber auch teurer - daher brauchen wir Vorsorge, um uns einen gleichen Zugang zum Gesundheitssystem für alle auch künftig noch leisten zu können. Damit werden wir unserem Motto "Wir vorsorgen Sie" gerecht." Denn dass Prävention wirkt, ist unbestritten - so sprechen Fachleute etwa bei der Betrieblichen Gesundheitsförderung - einem Flaggschiff des Präventionsprogrammes - von einem return of investment von bis zu 1 zu 5. Heißt: Jeder aufgewendete Euro erspart der Sozialversicherung und der Gesellschaft fünf Euro an Kosten. Obmann Hutter. "Für mich steht aber punkto Prävention die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen an erster Stelle. Das wichtigste Ziel der sozialen Krankenversicherung ist, Leid zu verhindern oder zumindest den Gesundheitszustand zu verbessern."

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