SOS Mitmensch: Jüngster Abschiebefall offenbart politisches Versagen

Schwerkranke Frau wird zum Gegenstand österreichischer Abschiebepolitik

Wien (OTS) - SOS Mitmensch prangert einmal mehr das Versagen der österreichischen Politik im Umgang mit schutz- und hilfesuchenden Menschen an. Die Abschiebung eines älteren georgischen Ehepaars steht unmittelbar bevor. Das Ehepaar wurde am Sonntag in Schubhaft genommen. Alle Schutz- und Hilfegesuche wurden abgewiesen. Die Frau leidet schwer unter Diabetes und Parkinson.

"Der jüngste Abschiebefall ist juristisch möglicherweise rechtens, aber politisch, moralisch und menschlich jedenfalls durch und durch schlechtens. Dass eine schwerkranke Frau und ihr Mann, die sich beide 2008 aus Georgien nach Österreich durchgekämpft hatten, nun abgeschoben werden, bringt einmal mehr das düstere Gesicht der österreichischen Anti-Menschenschutzpolitik zum Vorschein. Für unsere Regierung zählt die Verhinderung von Migration mehr als das Wohlergehen von Menschen. Die Schaffung neuer Lebensperspektiven wird von der Politik nicht als positive Herausforderung und Chance begriffen, sondern als zu vermeidender Schadensfall.", kritisiert Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.

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