Blecha: Die Inflation ist zu hoch!

Pensionistenverband fordert Schutz vor explodierenden Lebenskosten.

Wien (OTS) - Die neuen Zahlen über Preisanstiege in Österreich sind schockierend. Die Inflation 2011 erreicht mit 3,3% Prozent einen 10-Jahres-Höchstwert. Besonders schlimm ist die Lage jedoch für Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten.

Hört nur der Pensionistenverband die Alarmglocken schrillen?

Der Präsident des Pensionistenverbands, der stärksten Seniorenorganisation Österreichs, und des Seniorenrats Karl Blecha:
"Der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) nahm um 3,4 Prozent zu. Das ist eine schwere Belastung, besonders für jene Senioren mit niedrigerer Pension. Aus diesem Grund haben wir schon letztes Jahr die Kampagne 'Kampf gegen die Teuerung' gestartet: Wir fordern energisch rasche und wirksame Maßnahmen gegen die nicht enden wollenden Preisexplosionen. Hören wirklich nur wir die Alarmglocken schrillen?"

Auch Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverbands, warnt vor der fatalen Entwicklung: "Noch schlimmer sieht die Preisentwicklung beim 'Miniwarenkorb' aus, also bei den Preisen für den wöchentlichen Einkauf: Plus 6,7 Prozent! Auch das ist der höchste Wert seit zehn Jahren, nur im Jahr 2000 war er höher."

Zeit des Beobachtens vorbei: Politik muss handeln!

Der Pensionistenverband ruft deswegen zum Handeln auf. Blecha meint: "Die Zeit des Beobachtens und Abwartens ist vorbei. Die Regierung und besonders der Wirtschaftsminister sind gefordert."

Der Pensionistenverband verlangt:

1. Spekulationen unterbinden: Die Regierung muss auf EU-Ebene energische Maßnahmen gegen Spekulationen auf den Rohstoffmärken einfordern.

2. Der Wirtschaftsminister muss im Wettbewerbsgesetz endlich die gesetzlichen Rahmenbedingungen für ein Wettbewerbs-Monitoring schaffen.

3. Sprit-Preisbildung untersuchen: Die EU-Kommission muss die Preisbildung beim Rohöl und Sprit prüfen. Die EU soll endlich den europäischen Mineralölmarkt unter die Lupe nehmen.

4. Die Bundeswettbewerbsbehörde muss auch den österreichischen Treibstoffmarkt genau unter die Lupe nehmen.

5. Preissteigerungen sind zu kontrollieren: Steigen bei uns Preise, muss der Wirtschaftsminister prüfen lassen, ob es für die Preissteigerungen rechtfertigende Gründe gibt und ob sie stärker als in vergleichbaren Nachbarländern ausfallen. Das heißt: den "Österreich-Aufschlag" verhindern.

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