Starke Österreich-Präsenz auf der imm cologne - Möbelexporte nach Deutschland weiter im Steigen

Wien (OTS/PWK021 ) - Optimistisch startete die österreichische Möbelindustrie ins Jahr 2011, und bis zur Jahresmitte hatten die Betriebe auch allen Grund dafür. In den ersten beiden Quartalen wurden Möbel im Wert von knapp EUR 1,14 Mrd. (+3,3 %) produziert. Im dritten Quartal 2011 gab es einen Wermutstropfen, die Produktionszahlen gingen zurück (-9,8 %) auf einen Wert von EUR 531 Mio. Insgesamt wurden vom 1.-3. Quartal 2011 Möbel im Wert von EUR 1,7 Mrd. produziert, das ist ein leichter Rückgang von -1,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Gewinner sind Wohnmöbel
Auf der Gewinnerseite stehen die Hersteller von Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln aus Holz. In den ersten drei Quartalen von 2011 sieht die Rangliste folgendermaßen aus: Schlaf-, Ess- und Wohnzimmermöbeln aus Holz: +5,8 % (EUR 268 Mio.), Badezimmer aus Holz: +13,5 % (EUR 18,3 Mio.), Gartenmöbel aus Holz: +3,7 % (EUR 3,2 Mio.).

Deutschland ist Handelspartner Nr. 1
Im selben Zeitraum steigerten sich auch die österreichischen Möbelexporte auf einen Wert von EUR 1 Mrd. (+6,4 %). Auch hier erzielten die Wohnmöbelhersteller ein sattes Plus von 12,7 % mit einem Gesamtwert von EUR 154 Mio. Somit liegt der Anteil der Wohnmöbelhersteller am Gesamtexport bei rund 15 %. Besonders stark war der Anstieg bei den Küchenexporten mit 23,6 % (EUR 39,6 Mio.).

Wichtigster Handelspartner ist nach wie vor Deutschland. Dorthin exportierten die Österreicher in den ersten drei Quartalen 2011 Möbel im Wert von EUR 407 Mio. (+7 %). Mit weitem Abstand folgt die Schweiz (EUR 128 Mio., +14,1 %). Platz 3 teilen sich Polen (+31,3 %) und Italien (-8,9 %) bei einem Exportvolumen von je EUR 57 Mio.

Mehr Importe bei allen Produktgruppen
Der Wert der nach Österreich importierten Möbel lag nach den ersten drei Quartalen bei EUR 1,3 Mrd. (+9 %). Grundsätzlich verzeichneten alle Teilbranchen eine Importsteigerung, am stärksten betroffen waren die Küchenmöbel mit einem Plus von 20 % (EUR 104 Mio.). Auch Wohnmöbel wurden verstärkt (+6 %, EUR 373 Mio.) aus dem Ausland importiert. Hauptimporteur ist auch hier das Nachbarland Deutschland mit insgesamt EUR 675 Mio. (+7,8 %). An zweiter Stelle liegt Polen mit EUR 106 Mio. (+13,4 %), Italien verzeichnet ein Importvolumen von EUR 102 Mio. (+4,4 %). Zugelegt haben auch die chinesischen Möbelimporte mit einer Steigerung um 7,2 % (EUR 96 Mio.). Die Schweiz liegt hier vergleichsweise weit abgeschlagen bei einem Wert von EUR 30 Mio. (+13,1 %).

Auswirkungen der Eurokrise
Die Eurokrise und die dadurch ausgelöste Verunsicherung sind offensichtlich die Ursache für die zurückgefahrene Möbelproduktion im 3. Quartal. Die Exportquoten der österreichischen Betriebe sind hoch, deshalb wirken sich auch die wirtschaftlichen Probleme auf den Abnahmemärkten aus. Der Vorsitzende der Österreichischen Möbelindustrie, Dr. Georg Emprechtinger, sieht Anzeichen für eine verbesserte Marktsituation. "Die Zeichen stehen nicht schlecht, denn die Beschäftigungslage in den Hauptabsatzmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz hat sich wieder erholt. Das heißt, die Kaufkraft ist vorhanden. Trotzdem lässt sich natürlich noch nicht absehen, wie sich das Kaufverhalten aufgrund der Eurokrise verändern wird." (US)

(Alle Zahlen in diesem Text beziehen sich auf Industrie und Gewerbe. Quelle: Statistik Austria.)

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