Die besten Wissenschaftsbücher 2012 sind gewählt

Österreichische Spitzenforscherin Renée Schroeder unter den Siegern - Preisverleihung durch Wissenschaftsminister Töchterle

Wien (OTS) - Die Sieger der Wahl "Das beste Wissenschaftsbuch des Jahres" stehen fest. Mit "Die Henne und das Ei. Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens" hat es die österreichische Spitzen-forscherin Renée Schroeder in der Kategorie Medizin/Biologie auf den ersten Platz geschafft. Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle freut sich über das große Interesse an dieser Initiative, die bereits zum fünften Mal stattgefunden hat: "Diese Aktion soll die Faszination der Forschung noch stärker in das Bewusstsein der Menschen rücken. Und es geht auch darum, die Wichtigkeit der Wissenschaftsvermittlung aufzuzeigen. Ich möchte junge genauso wie renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ermutigen, das Ergebnis ihrer Arbeit auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen".

In den vier Kategorien haben gewonnen:

- Medizin/Biologie:
Renée Schroeder, Ursel Nendzig, Die Henne und das Ei. Auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens, Residenz Verlag
Mit ihrem ersten populärwissenschaftlichen Buch gelingt der Wissenschaftlerin eine eindrucksvolle, schlüssige Erklärung ihrer "RNA-Welt-Hypothese". Selbst ohne Vorkenntnisse weiß man am Ende bestens Bescheid über Genetik und die Entstehung des Lebens sowie die wunderbare Wirkungsweise der RNA.

- Naturwissenschaft/Technik:
Holger Wormer, Michael Dietz, Endlich Mitwisser!, Kiepenheuer & Witsch
Die beiden Autoren haben ein gutes Gespür für Fragen zu Themen, die viele interessieren und die im Alltag immer wieder auftauchen. Ausgehend von ihrer Radiosendung haben sie die Höhepunkte nun in einem Buch zusammengefasst und beweisen, dass wissenschaftliche Seriosität und Humor kein Widerspruch sind.

- Geistes-/Sozial-/Kulturwissenschaft:
Bill Bryson, Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge, Goldmann Einer der weltweit erfolgreichsten Sachbuchautoren geht den "alltäglichen Dingen" auf den Grund und unternimmt mit dem Leser/der Leserin höchst originell einen Rundgang durch sein Haus, einem alten Pfarrhof in England. Und er beweist: Ein Haus ist voller Überraschungen und die historische Bedeutung von bestimmten Räumen und Traditionen wird neu entdeckt.

- Junior Wissen:
Adrian Dingle, Wie man aus 92 Elementen ein ganzes Universum macht, Bloomsbury
Das Buch bietet einen herrlich queren Einstieg in die Welt der Elemente, Atome und Moleküle. Es geht um die 92 Elemente und wie sich diese miteinander verbinden und somit jede Menge Dinge bilden -eigentlich alle! Leicht verständlich und anschaulich mit buntem und originellem Layout.

Die Preisverleihung durch Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle findet am 14. Februar 2012 in der Aula der Wissenschaften statt. Der Abend bietet nicht nur Gelegenheit, die Wissenschaftsbücher nochmals näher unter die Lupe zu nehmen, sondern auch die Möglichkeit, mit den Siegerautor/innen ins Gespräch zu kommen.

Auch diesmal haben sich wieder mehr als 20.000 Interessierte an der Wahl beteiligt und die Siegerbücher gewählt. Eine Expertenjury hat im Vorfeld das Angebot an Wissenschaftsbüchern gesichtet und die Shortlist erstellt. Bis 9. Januar 2012 hatte das Publikum die Gelegenheit, die Sieger zu bestimmen.

Ein voller Erfolg ist auch der "Wissens-Trolley", der in Kooperation mit dem Buchklub der Jugend durch Österreichs Schulen tourt. 70 Pakete der besten Junior-Wissensbücher samt Begleitmaterial für den Unterricht stehen dafür zur Verfügung. Das große Interesse an dieser Aktion zeigt, dass Wissensbücher auch bei Kindern und Jugendlichen deutlich im Aufwind sind.

Erstmals hat sich diesmal eine Gruppe engagierter Studierende der FH-Wien mit dem Wissenschaftsbuch beschäftigt und über Social Media die Kommunikation vor allem mit dem jungen Publikum verstärkt. Blog-Inhalte zu den Büchern wurden online gestellt, Jugendliche wurden animiert, selbst Videos zu den Büchern zu drehen. Infos unter:
http://www.wissenschaftsbuch.at/junior/

Das österreichische Wissenschaftsministerium (BMWF) hat gemeinsam mit dem Magazin Buchkultur diese Aktion im Jahr 2007 ins Leben gerufen und will damit ein Signal setzen, um den Stellenwert des wissenschaftlichen Sachbuches deutlich zu machen. Wissenschaftsminister Töchterle sieht in dieser Aktion eine "maßgeschneiderte Kommunikationsschiene zwischen Wissenschaftler/innen und Lesepublikum". Dass Leserinnen und Leser vermehrt zu diesem Genre greifen, freut nicht zuletzt auch die Buchbranche: Jedes zehnte verkaufte Buch in Österreich ist ein Sachbuch.

Informationen zur Wahl und zu den Büchern: www.wissenschaftsbuch.at

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1014 Wien
Pressesprecher: Markus Gorfer
Tel.: +43 1 531 20 9027
mailto: markus.gorfer@bmwf.gv.at
www.bmwf.gv.at

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