Neues Volksblatt: "Startschuss" von Christian HAUBNER

Ausgabe vom 16. Jänner 2012

Linz (OTS) - Einmal hinzufallen ist keine Schande. Liegen zu
bleiben hingegen schon. Wenn man sich die Wortmeldungen nach dem Verlust der Bestnote durch Standard & Poor's ansieht, drängt sich der Verdacht auf, dass nicht alle politischen Protagonisten dieses Sprichwort kennen. Ein Herr Strache ortet Versagen der Regierung und fordert gleich Neuwahlen. BZÖ-Chef Bucher brüstet sich damit, eh schon immer alles vorher gewusst zu haben. Komisch nur, dass keiner der beiden bislang dazu zu bewegen war, einer Schuldenbremse im Verfassungsrang zuzustimmen - und offenbar jetzt immer noch nicht dazu bereit ist.

Dabei gilt es gerade jetzt, sich aufzuraffen und endlich die Ratschläge der Experten zu befolgen. Es ist nicht gottgewollt und systemimmanent, dass ein Staat nur durch immer neue Schulden samt neuer Steuern zu machen ist. Länder wie die Schweiz und Schweden zeigen deutlich, dass es auch anders geht. Diese haben aber auch ihre Hausaufgaben gemacht und nachhaltige Reformen gesetzt. Dabei muss man in diesem Bereich gar nicht ins Ausland schauen, wenn man Vorbilder haben möchte. Oberösterreich hat es schon vorgemacht und gezeigt, wie man mit Verwaltungs- und Spitalsreform Kosten einsparen kann. Daher:
Sehen wir den Rating-Dämpfer als Startschuss, endlich die Reformschritte zu setzen, die letztlich allen nützen.

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