Spindelegger in ÖSTERREICH: Sparbedarf könnte sich verdoppeln

Regierung nach Triple-A-Abwertung uneins. Spindelegger: "Möglicherweise 4 Milliarden." - Faymann: "Bleiben bei 2 Milliarden"

Wien (OTS) - In einem Interview für die Sonntag-Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH erklärt VP-Vizekanzler Michael Spindelegger, dass ihm die Abwertung zwar "nicht verständlich" sei, dass man aber "jetzt nicht einfach sagen kann böse Ratingagentur und zur Tagesordnung übergehen" könne.

Der VP-Chef warnt, Gefahr sei gegeben sei, dass die Republik nun bis zu zwei Milliarden mehr an Zinsen zahlen müsse: "jetzt ist es eine Frage, wie die Märkte in den nächsten Wochen reagieren werden. Für uns wird es sicher nicht leichter."

Sollte Österreich tatsächlich zwei Milliarden zusätzlich für Zinsen aufbringen müssen, dann, so Spindelegger in ÖSTERREICH, "würde sich der Sparbedarf verdoppeln. Wenn wir zwei Milliarden zusätzliche Zinsen zahlen müssten, müssten wir vier Milliarden Euro einsparen."

Demgegenüber will Bundeskanzler Werner Faymann, wie er ebenfalls in einem Interview mit ÖSTERRECH, klarstellt, das Sparpaket nicht aufstocken. Faymann: Da bin ich dagegen, es bleibt bei zwei Milliarden. Wenn man zu scharf kürzt, geht das entweder gegen die Ärmsten, gegen die Kaufkraft oder gegen die Investitionen, die wir für einen neuen Aufschwung brauchen."

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
Tel.: (01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0003