LR Ragger: Bei Missbrauchalarm Meldepflicht für Sozialvereine

Vertragliche Auflagen sollen Fälle wie in Wien verhindern

Klagenfurt (OTS) - "Das, was in Wien passiert ist, dass ein Erzieher trotz bestehender Missbrauchsvorwürfe von einem Anbieter zum nächsten wechseln konnte, um dort weiter sein Unwesen zu treiben, sollte in Kärnten nicht möglich sein", teilt Kärntens Sozialreferent LR Mag. Christian Ragger mit. "Wir haben in den neuen Verträgen mit den Anbietern Meldepflichten verankert. Wann immer der Verdacht von Gewaltdelikten oder Verstößen gegen die sexuelle Integrität aufkommt, muss das der Jugendwohlfahrtsbehörde gemeldet werden. Damit sollte ausgeschlossen werden, dass ein Verdächtiger von einem Anbieter zum nächsten wechseln kann und niemand etwas weiß", erläutert Ragger.

Er geht davon aus, dass sich die Anbieter daran halten werden. "Denn wir haben festgelegt, dass bei Verstößen gegen diese Meldepflicht der bestehende Vertrag sofort aufgelöst wird", betont Ragger. Man sollte zusätzlich zu den bestehenden strafrechtlichen Konsequenzen auch zivilrechtlich einführen, die auch erhebliche finanzielle Auswirkungen haben. "Der Schutz der Kinder hat absoluten Vorrang, da muss man auch alle möglichen rechtlichen Instrumente nutzen", erklärt Ragger abschließend.

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