Treichl in der "Kronen Zeitung": "Die Krise kann in sechs Monaten vorbei sein!"

Wien (OTS) - In einem Interview mit der "Kronen Zeitung" zeigt
sich der Chef der Erste-Group, Mag. Andreas Treichl, überraschend optimistisch: "Die Probleme, die Europa hat, sind alle lösbar. Wenn jetzt keine Patzer mehr passieren, kann die Lage ab Mitte 2012 ins Positive drehen, innerhalb von sechs Monaten könnte die Krise vorbei sein!"

Zum Unterschied zur Situation nach der Lehman-Pleite seien heute die Banken und die Unternehmen viel besser aufgestellt: "Was fehlt ist einzig und allein das Vertrauen in die Refinanzierungskraft der Staaten." Der Euro sei ein Erfolg, bei der Gründung aber habe man Fehler gemacht, die man jetzt ausmerzen müsse: "Ein, zwei Länder hätte man nie aufnehmen dürfen. Da wäre es besser, diese Staaten aus dem Euro raus zu lassen, das ist zwar schmerzhaft, aber man sollte ihnen besser dabei helfen, wieder Tritt zu fassen." Während Treichl bei Griechenland offenbar skeptisch ist, hofft er noch bei Ungarn:
"Vieles was dort an Negativem passiert, ist hausgemacht und hat nichts mit der Schuldenkrise zu tun. Ungarn hätte die Chance, das Vertrauen der Investoren wieder zurück zu gewinnen."

Die Erste-Group rechne für heuer wieder mit einem guten Ergebnis, die Geschäfte in Osteuropa entwickeln sich positiv, auch in Rumänien hätte sich die Lage stabilisiert: "Osteuropa ist und bleibt unser Wachstumsmarkt. Dort wird die EU 80 Milliarden Euro in den Ausbau der Infrastruktur investieren, da muss man dabei sein."

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